Mario und Co liefern sich auf dem Nintendo DS irrwitzige Rennen auf über 30 Strecken. Dank drahtloser Übertragung wird auch der Multiplayermodus richtig mobil.

"Mario Kart" ist eine der ältesten Spielereihen von Nintendo. Schon auf dem SNES gab es die erste Folge: "Super Mario Kart" hieß sie und erschien 1992. Das Debüt des Kartracers war ein riesiger Erfolg, der sich vor allem dadurch auszeichnete, dass er zwei sehr verschiedene Gruppen von Spielern zufrieden machte: Denn sowohl Hardcore- als auch Casual-Gamer lieben die Reihe bis heute.

Das liegt auch an der niedrigen Einstiegshürde: Selbst Menschen, die zum ersten Mal ein Gamepad in der Hand halten, werden sich schnell zurechtfinden, denn schließlich geht es erstmal nur darum, Gas zu geben und zu lenken. Aber schon bald weichen auch blutige Anfänger elegant Kettenhunden aus, die am Streckenrand lauern, schießen Schildkrötenpanzer auf die Führenden ab oder legen Bananenschalen aus, auf denen die Verfolger ausrutschen.

Übung macht den Meister

Und für die erfahrenen Kartfahrer gibt es genug Spieltiefe, um die Kurse wieder und wieder zu fahren: Durch optimales Schneiden der Kurven und den gezielten Einsatz von Pilzen, die den Wagen beschleunigen, lassen sich auf den Strecken immer wieder kostbare Zehntelsekunden herausholen.

Verschiedene Fanseiten im Internet dokumentieren, dass auch bei alten Versionen des Spiels noch aktiv um Bestzeiten gekämpft wird. Am Spielprinzip hat sich seit den Anfängen wenig geändert. Es wurde bei "Mario Kart 64" für Nintendo 64, "Mario Kart: Super Circuit" für Game Boy Advance und "Mario Kart: Double Dash!!" für den GameCube immer weiter optimiert.

Die Qual der Wahl

Das gilt auch für "Mario Kart DS". Wer einen der Vorgänger kennt, wird sich sofort zurechtfinden. Zuerst wählt man einen Charakter unter den bekannten Nintendo-Helden aus: Das Angebot reicht von Mario über Peach bis zu Donkey Kong. Jede dieser Figuren hat unterschiedliche Eigenschaften, die sich auf die Handhabung der Karts auswirken. Gelenkt wird ganz traditionell: mit Steuerkreuz und Knöpfchendruck. Der Stylus wird nicht verwendet.

Zwei andere Features des NDS dagegen werden voll ausgenutzt: der Doppelbildschirm und die drahtlose Übertragung. Auf dem oberen Bildschirm sieht man seinen eigenen Kart über die 3D-Piste rasen, auf dem unteren lässt sich die Position der Gegner anhand der Karte bestimmen.

Rasen bis der Arzt kommt

Dank der umfassenden Wireless-Unterstützung können sich bis zu acht NDS-Besitzer vor Ort zu einem Netzwerk zusammenschließen und gegeneinander spielen. Über Nintendos WiFi-Connection, das Onlineangebot, das die Japaner zurzeit in den wichtigsten Märkten aufbauen, können sich vier Spieler weltweit messen.

Schön, dass hierbei nicht jeder Spieler eine Gamecard braucht: Bestimmte Strecken können mit einem Modul gefahren werden - die Spieledownloadfunktion des NDS macht es möglich. Nur wenn alle Strecken im Multiplayermodus gefahren werden sollen, braucht jeder Spieler ein Exemplar von "Mario Kart DS".

Entwickler Hideki Konno betont aber, dass man schon mit einer Gamecard einen sehr guten Einblick in das Spiel bekommt. Und Nintendo sich so die nächsten Käufer heranzieht. Denn wer einmal einen Wagen über die Strecke gejagt hat, kommt von dem Spiel so schnell nicht mehr los.

Hideki Konno, Deputy Manager Entertainment Analysis & Development, der größten Entwicklungsabteilung von Nintendo

» Welche Features des NDS werden bei "Mario Kart DS" genutzt?

Wenn Sie mit Ihrer Frage auf den Touchscreen anspielen: Rennspiele wie "Mario Kart DS" eignen sich nicht dafür, über den Touchscreen gesteuert zu werden, deshalb werden wir ihn wohl auch kaum benutzen. Dafür steht natürlich eine andere Fähigkeit des DS im Vordergrund: Die Wireless-Funktion.

Bis zu acht Spieler können gegeneinander antreten, wenn sie sich in Reichweite des DS-LAN befinden. Mit dem Nintendo-WiFi-Connection-Service können sich bis zu vier Spieler online messen, egal, an welchem Punkt der Erde sie sich befinden. Ein Multiplayerspiel wird auch möglich sein, wenn von acht Spielern nur einer "Mario Kart DS" besitzt.

» Können alle Strecken gefahren werden, wenn acht Spieler mit einem Modul antreten?

Das Konzept dafür ist noch nicht fertig, aber natürlich ist es so: Würden wir alle Strecken verfügbar machen, würden wir dadurch einen Teil unserer Softwareverkäufe opfern. Also müssen wir das ausbalancieren. Wir müssen das so hinbekommen, dass es immer noch Spaß macht, mit einem Modul zu spielen. Aber natürlich wollen wir Spieler dazu verführen, sich selbst ein Exemplar von "Mario Kart DS" zu kaufen.

» Wenn Sie "Mario Kart DS" mit seinen Vorgängern vergleichen: Wie groß werden die Unterschiede sein?

Der größte Unterschied ist natürlich das Onlinespiel - egal ob lokal oder weltweit. Abgesehen davon, gibt es noch weitere große Unterschiede zu den Vorgängern. Wir werden zusätzliche Power-ups haben und neue Singleplayermodi. Bisher gab es nur Grand Prix und Time Trial. Bei "Mario Kart DS" können die Spieler erstmals auch in den Versus- und Battle-Modi gegen die Konsole antreten. Außerdem führen wir das so genannte Mission Play ein. Hierbei handelt es sich um Missionen, bei denen der Spieler bestimmte Aufgaben auf ausgesuchten Strecken erledigen muss.

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