Schünemann fordert Verbot von "Killerspielen"
Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann hat sich für ein schnelles Verbot so genannter "Killerspiele" ausgesprochen. Gleichzeitig gab er die Beteiligung seines Bundeslandes an einer Arbeitsgruppe der Innenministerkonferenz zu diesem Thema bekannt.
Für eine schnelle Umsetzung eines Verbots so genannter "Killerspiele" hat Niedersachsens Innenminsiter Uwe Schünemann plädiert. "Der Jugendschutz muss in diesem Bereich deutlich verbessert werden und mit den technischen Entwicklungen Schritt halten", so Schünemann. Der Innenminister gab außerdem bekannt, dass sich Niedersachsen an einer Arbeitsgruppe der Innenministerkonferenz (IMK) zu diesem Thema beteiligt. Die Bildung der Arbeitsgruppe wurde bei der Konferenz Anfang April in Garmisch-Partenkirchen beschlossen. Schünemann kritisierte vor allem, dass trotz der bestehenden jugendschutzrechtlichen Vorkehrungen so genannte "Killerspiele" einem breiten Nutzerkreis zugänglich seien, da viele dieser Spiele unkontrolliert aus dem Internet heruntergeladen würden. "Ein wirksamer Jugendschutz kann letztlich nur erreicht werden, wenn besonders schädliche Computerspiele gar nicht erst auf den Markt kommen. Ich fordere deshalb ein schnelles Herstellungs- und Verbreitungsverbot", so Schünemann. Wie er ein solches Verbot vor allem im Internet erreichen will, das weder an bundesstaatliche noch nationale Grenzen gebunden ist, blieb offen.
Gegenüber "Spiegel Online" forderte Schünemann außerdem eine Verbesserung der Arbeit der USK. Gleichzeitig räumte Schünemann aber ein, kein Experte zu sein, man habe ihm jedoch Fälle vorgelegt, bei denen durch minimale Veränderung die Bewertung durch die USK von "keine Kennzeichnung" auf "keine Jugendfreigabe" herabgestuft wurde. Zum dem Vorstoß inspiriert hätten ihn Recherchen des ZDF-Magazins "Frontal 21", so Schünemann gegenüber dem Onlinemagazin.