Schwaches Jahr für Eidos
Eidos hatte im vergangenen Geschäftsjahr mit rückläufigen Zahlen zu kämpfen. Dies sei auf enttäuschende Verkaufszahlen des Toptitels "Hitman: Contracts" zurückzuführen.
Das am 30. Juni 2004 zu Ende gegangene Geschäftsjahr war für Eidos wenig Grund zur Freude. Der Umsatz betrug 133,9 Mio. englische Pfund (ca. 196 Mio Euro), im Vorjahr waren es noch 151,5 Mio. Pfund (rund 221,7 Mio. Euro). Dabei musste man einen Nettoverlust von zwei Mio. Pfund (ca. 2,93 Mio. Euro) hinnehmen. 2003 freute sich das Unternehmen noch über einen Gewinn von 17,4 Mio. Pfund (rund 25,5 Mio. Euro). Als Hauptgrund für die rückläufige Bilanz nennt Eidos die schwachen Verkaufszahlen von einigen Keytiteln. Besonders "Hitman: Contracts" konnte mit 1,7 Mio. Einheiten die Erwartungen des Managements nicht erfüllen. Aber auch "Commandos 3 - Destination Berlin", "Legacy Of Kain: Defiance" und ""Whiplash" wurden nicht so häufig verkauft wie ursprünglich erwartet. Für diesen Umstand macht Eidos wiederum den "unerwartet schwachen Gamesmarkt in den USA" in den Sommermonaten verantwortlich. Deshalb habe man auch den Launch des Titels "Shellshock: NAM '67" in den Herbst verschoben. Durch diese Maßnahme rutschten die Verkaufszahlen des Spiels nicht mehr in den Bilanzierungszeitraum. Für das laufende Geschäftsjahr sieht sich Eidos wieder in aussichtsreicher Position. Durch den verstärkten Fokus auf die Entwicklung eigener Brands und den Kauf von Entwicklungsstudios wie IO Interactive sieht man dem Geschäftsjahr 2005 optimistisch entgegen. Besonderes Vertrauen setzt man in die Titel "Championship Manager 5" und die nächsten Iterationen der "Tomb Raider"- und "Hitman"-Franchises. John van Kuffeler, Chairman von Eidos, ging auch auf die Übernahmemeldungen der vergangenen Wochen ein: "Diskussionen über einen möglichen Verkauf der Firma gehen gut voran. Dennoch können wir im Moment noch nicht absehen, ob diese zu einem konkreten Angebot eines anderen Unternehmens führen werden."