Schweizer gaben 2004 fast zehn Mrd. Franken für Medien aus
Der Schweizer Durchschnittshaushalt gab im letzten Jahr 3000 Franken für Medien aus. Der Löwenanteil entfiel auf elektronische Medien.
Annähernd zehn Mrd. Franken war den Schweizer Privathaushalten im vergangenen Jahr der Medienkonsum wert. Dies ergab die Studie "medienbudget.ch". Demnach gab der Schweizer Durchschnittshaushalt im letzten Jahr 3000 Franken für Medien aus. Die vom Verband der Schweizer Presse in Auftrag gegebene Studie brachte außerdem zu Tage, dass 24,7 Prozent der Medienausgaben der Eidgenossen auf PC und Internet und 22,5 Prozent auf das Fernsehen (Konzessionen, Kabelgebühren, PayTV, Hardware) entfallen. Auf Unterhaltungselektronik, zu der auch DVD-, Games- und Musikdatenträger sowie entsprechende Abspielgeräte gezählt wurden, entfielen demnach 15,5 Prozent. Für Kino-Besuche wurden lediglich 2,7 Prozent der aufgewendet. Insgesamt sind die Medienausgaben der Schweizer Privathaushalte im Jahr 2004 gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Prozent gestiegen, das Wachstum entfiel fast ausschließlich auf die elektronischen Medien.
Der Umsatz der Schweizer Kinos lag mit 253 Mio. Franken 5,5 Prozent über Vorjahresniveau. Tonträger, DVDs, PC- und Videogames inklusive Abspielgeräte sowie Video-, HiFi-Equipment und Car-Electronics haben für 1,5 Mrd. Franken Umsatz gesorgt. Mit einem Wachstum von 25 Prozent im letzten Jahr erwiesen sich die DVD-Verkäufe mit 249 Mio. Franken als eigentliche Antreiber des Unterhaltungselektroniksegments, obwohl erst 45 Prozent der Haushalte einen DVD-Player besitzen. Die Ausgaben für PC- und Videogames gingen um 17 Prozent auf 147 Mio. Franken zurück. Dies führt die Studie auf Preis- und Margenzerfall sowie auf Lieferengpässe zurück. Auch die Ausgaben für bespielte Tonträger sind den Daten zufolge seit einigen Jahren im Sinkflug: Seit 2000 sank der Umsatz mit bespielten Tonträgern um einen Viertel auf 231 Mio. Franken im Jahr 2004. Ein kleiner Hoffnungsschimmer sei die gute Entwicklung von legalen Downloads - obwohl hier noch niedrige absolute Zahlen zu Buche stehen.