"Screen Digest" zur europäischen Marktentwicklung
"Screen Digest" hat ein rosiges Bild für die europäische Unterhaltungssoftwarebranche gezeichnet. Wachstumsmotor Nummer 1 seien Online und Wireless in allen Facetten. Mit Internetportalen, Games on Demand und Mobile Gaming soll 2006 ein Umsatz von 6,5 Mrd. Euro generiert werden.
Das Unterhaltungssoftwaregeschäft in Europa wird laut der aktuellen "Screen Digest"-Studie "Wireless, Interactive TV & Online Gaming" in den nächsten Jahren explosionsartig wachsen. Umsatzzuwächse würden dabei nicht nur in den Segmenten PC und Konsole zu verzeichnen sein, sondern auch in den Bereichen Mobile Gaming und interaktives Fernsehen (iTV).
Vorrangiger Wachstumsmotor sei vor allem das Online- und Multiplayergaming. Laut der von der European Leisuresoft Publishers Association (ELSPA) in Auftrag gegebenen Studie wird die europäische Kundschaft im Jahr 2006 6,5 Mrd. Euro in das Internet- und Mehrspielererlebnis investieren - ein Plus von 5000 Prozent gegenüber 2001 mit einem generierten Umsatz von 127 Mio. Euro. Während sich der europäische Konsument zum Start der Onlineservices von Sony Computer Entertainment (PS2), Nintendo (GCN) und Microsoft (Xbox) noch zurückhaltend zeigen werde, geht "Screen Digest" in seinem Report davon aus, dass im Jahr 2006 über die Onlineschiene bereits Umsätze in Höhe von 2,5 Mrd. Euro generiert werden.
Als Fundament dieser These dienen prognostizierte 16,6 Mio. europäische Haushalte, die in vier bis fünf Jahren über eine ans Netz angeschlossene NextGen-Konsole verfügen. Ein weiterer Wachstumsmarkt für die Unterhaltungssoftwareindustrie ist laut "Screen Digest" das Contentgeschäft für mobile Endgeräte. Während Netzbetreiber und Operateure weiter auf der Suche nach neuen Finanzierungswegen seien, würden sich insbesondere Games mehr und mehr in den Vordergrund spielen. 2006, so der Report, werde hier ein Umsatz von 2,2 Mrd. Euro zu Buche schlagen.
Rosig sehe es auch für Onlinegames via PC aus. Derzeit verzeichnen Internetspiele wie "EverQuest", "Ultima Online" und "Asheron"s Call" weltweit insgesamt über eine Mio. zahlender Nutzer. Bis 2006 soll diese Zahl auf über sieben Mio. Nutzer ansteigen, die jährlich rund 1,3 Mrd. Euro in ihr Hobby investieren. Zu diesem Umsatzkuchen würden 1,4 Mio. Europäer 265 Mio. Euro beitragen. Eine wichtige Rolle werde dabei das Contentmodell Games on Demand spielen. Rund 5,5 Mio. PC-Besitzer werden sich 2006 ihre Spiele aus dem Netz laden oder via Streaming nutzen, so die Prognose der britischen Marktforscher.