Der Civilization-Schöpfer hob in einem Interview hervor, dass Gameplay und Spieldesign die entscheidenden Elemente für ein Spiel seien. EntwicklerInnen und Publisher sollten mehr in diese Bereiche investieren und generell die Monetarisierung nicht so sehr in den Vordergrund stellen.

Branchen-Legende Sid Meier warnte in einem BBC-Interview davor, die Monetarisierung bei der Entwicklung von Spielen zu sehr in den Vordergrund zu stellen. Für ihn ist das Gameplay der ausschlaggebende Punkt, ob ein Spiel letztendlich Spaß macht oder nicht und dadurch Erfolg hat. "Wenn wir das vergessen und uns für die Monetarisierung oder andere Dinge entscheiden, die nicht auf das Gameplay abzielen ... wenn wir zu vergessen, herausragende Spiele zu machen und anfangen, Spiele als Vehikel oder Gelegenheit für etwas anderes zu betrachten, dann kommen wir ein Stückchen weiter vom Weg ab", sagte Meier. Er führte weiter aus, dass ein Spiel ohne durchdachten und guten Gameplay-Kern nicht funktionieren bzw. weniger Spaß machen würde. In der Hinsicht sieht er die Gefahr, dass ein zu großer Fokus auf die Monetarisierung von Spielen letztendlich dazu führen kann, dass EntwicklerInnen oder Publisher die Wünsche ihres Publikums aus den Augen verlieren - vor dem Hintergrund von aggressiven Mikrotransaktionen, überladenen In-Game-Shops oder überstürzten NFT-Überlegungen.

Für den Civilization-Schöpfer ist entscheidend, dass bei der Spielentwicklung früh in Gameplay und Gamedesign investiert wird. "In gewissem Sinne ist Gameplay billig ... Dieser Teil des Gamedesigns ist kritisch und entscheidend, erfordert aber nicht Tausende von MitarbeiterInnen wie einige der anderen Aspekte. Daher wird vielleicht leicht übersehen, wie wichtig die Investition in Spieldesign und Gameplay ist."

Wenn Gameplay und Spielspaß zu sehr in den Hintergrund rücken würden, könnten die NutzerInnen schnell zu anderen Unterhaltungsformen wechseln, fügte Meier noch hinzu. "Ich denke, wir müssen sicherstellen, dass unsere Spiele auch weiterhin qualitativ hochwertig sind und Spaß machen - es gibt mittlerweile so viele Formen der Unterhaltung da draußen. Wir sind in einer guten Position ... aber wir müssen uns darüber im Klaren sein, wie wichtig das Gameplay ist - und dass es der Motor ist, der die SpielerInnen wirklich bei Laune hält und ihnen Spaß bereitet."

Sid Meier war Mitbegründer von MicroProse (1982) und arbeitet aktuell als Director of Creative Development bei Firaxis Games. Das Studio hatte er zusammen mit Jeff Briggs und Brian Reynolds im Jahr 1996 gegründet. Er ist Mitglied in der Academy of Interactive Arts and Sciences Hall of Fame. Das BBC-Interview endete mit einer Anekdote. 1991 bekam Sid Meier oft zu hören, dass er seine Zeit in der Spielebranche verschwenden würde. Heute würde er von vielen Leuten hören, dass sie in der Spielebranche arbeiten wollen.

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Marcel Kleffmann
Marcel Kleffmann is Chief of Content of GamesMarket and our B2B and B2C expert for hardware, market data, products and launch numbers with more than two decades of editorial experience.
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