Snapchat setzt noch mehr auf Gaming
Snap, die Firma hinter Snapchat, startet im Herbst 2018 einen Gaming-Service für seine populäre Instant-Messaging-App. Nach einem Testballon mit den AR-Minigames "Snappables", die bereits seit März spielbar sind, wagt sich der Messenger-Dienst nun weiter in den Mobile-Games-Bereich vor.
Snapchat-Betreiber Snap Inc. verkündet Pläne, seine Instant-Messaging-App noch im Herbst dieses Jahres durch eine Gaming-Funktion zu erweitern. Zu diesem Zweck bemüht sich das Unternehmen momentan darum, Entwickler für das Projekt einzuspannen. Spieler werden über einen In-App-Store Spiele herunterladen können. Ob diese dann auch direkt über Snapchat gespielt werden, oder eigenständig funktionieren, ist noch nicht bekannt.
Zwar lag der Fokus von Snapchat, das laut Schätzungen jeden Tag rund 190 Millionen aktiver User verzeichnet, bisher primär auf Kamera- und Chatfunktionen, einen kleinen Zeh in die Videospielwelt hat Snap Inc. allerdings bereits getaucht. Speziell Augmented-Reality scheint für das Unternehmen nicht nur für ihre Filter und Linsen von großem Interesse zu sein. Im März kaufte das US-Unternehmen die britische 3D-Software PlayCanvas, die zuvor auch für Facebook und dessen Browsergames verwendet wurde. Wenig später, im April 2018, der Dienst die sogenannten "Snappables" - Augmented-Reality-Minigames, die per Mimik oder Augenbewegungen gesteuert werden.
Inwiefern die Spiele, die über die neue Gaming-Plattform in Snapchat veröffentlicht werden, ebenfalls auf AR basieren, verkündeten die Verantworltichen indes noch nicht. Es wäre allerdings zu erwarten, das sich der Dienst weiterhin darauf konzentriert, da er sich vor allem durch seine AR-Kamerafilter von den Konkurrenten Instagram und Facebook absetzt.