Sony schließt Übernahme von Bungie ab
Bungie gehört mittlerweile ganz offiziell zu Sony Interactive Entertainment. Die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden und die endgültige Absegnung des Deals dauerte knapp fünfeinhalb Monate nach der Ankündigung der Übernahme.
Fünfeinhalb Monate nach der Ankündigung hat Sony Interactive Entertainment die Übernahme von Bungie vollständig abgeschlossen. Bungie bestätigte den Abschluss via Social Media: "Wir sind stolz darauf, offiziell zum unglaublichen Team von PlayStation zu gehören, wir sind gespannt auf die Zukunft unseres Unternehmens und wir sind bestrebt, Spieler:innen aus der ganzen Welt zusammenzubringen, um dauerhafte Freundschaften und Erinnerungen zu schaffen."
Sony gab die Übernahmepläne am 31. Januar 2022 bekannt und bezifferte den Wert der Transaktion auf 3,6 Mrd. Dollar, knapp 3,2 Mrd. Euro zum Stichtag Ende Januar. Nach Unternehmensangaben soll Bungie als eigenständige Marke, mit eigenem Management, bestehen bleiben. Das US-Studio mit rund 900 Mitarbeiter:innen soll auch weiterhin plattformübergreifende Spiele entwickeln. Durch die Akquisition verspricht sich Sony mehr Know-How und Kompetenz im Bereich der Live-Service-Spiele, schließlich sollen bis 2025 ein Dutzend Titel aus der Game-as-a-Service-Sparte betrieben werden.
Bungie wurde 1991 gegründet und entwickelte zunächst Spiele für Macintosh, bevor das Studio mit "Myth: The Fallen Lords" (1997) einen größeren Erfolg feierte. Aber erst mit "Halo", das 2001 zunächst exklusiv für Xbox und zwei Jahre später für PC erschien, gelang dem Studio der Durchbruch. Nach "Halo 3" beendete Bungie die Zusammenarbeit mit Microsoft, wobei die Redmonder die Rechte an der Halo-Reihe behielten. Im April 2010 wurde eine langjährige Partnerschaft mit Activision Blizzard angekündigt. Es wurden "Destiny", "Destiny 2" und zahlreiche Erweiterungen veröffentlicht. Diese Partnerschaft wurde im Januar 2019 beendet, wobei Bungie diesmal die Rechte am Spiel behielt.
Marcel Kleffmann