Das von der deutschen USK mit gegründete Online-Jugendschutzsystem IARC ist weiter auf Erfolgskurs. Mit dem GARC schloss sich nun auch die für den Jugendschutz bei Games zuständige Behörde aus Südkorea dem IARC-System an.

Der Jugendmedienschutz stellt die Behörden und Branchen im Internet vor eine Mammutaufgabe: Nationale Beschränkungen sind im Web nur auf Kosten der Nutzungsfreiheit durchsetzbar. Eine internationale Kooperation ist fast undenkbar, zumindest bei den meisten Medienbranchen. Denn die Spielebranche leistet hier Pionierarbeit und zwar mit dem IARC-System. Und das kommt ab sofort in einem weiteren Land zum Einsatz: Südkorea.

Die dort für den Jugendschutz bei Games zuständige Behörde, das Game Rating Administration Committee (GARC), hat sich nun offiziell IARC angeschlossen. Es ist das sechste Alterskennzeichnungssystem, das IARC im Digitalbereich nutzt nach der USK (Deutschland), PEGI (Europa außer Deutschland), ESRB (USA und Kanada), Classification Board (Australien) und ClassInd (Brasilien). Damit fehlen von den größten Gamesmärkten der Welt lediglich Japan und China.

IARC steht für International Age Rating Council. Es wurde 2013 unter anderem von der Berliner USK mit gegründet und vergibt Alterskennzeichen für Apps und Online-Spiele, die den jeweils regional bestehenden Systemen angepasst sind. IARC ergänzt in Deutschland das gesetzliche System zur Einstufung von Spielen für den stationären Handel. IARC wird unter anderem von Google, Microsoft, Nintendo und Oculus in ihren Digitalstores eingesetzt. Im Android-Store sieht also ein deutscher Nutzer bei einem Online-Spiel ein USK-Kennzeichen, wohingegen ein US-Nutzer ein ESRB-Rating sieht. Auf diese Weise können sich Eltern anhand bereits etablierter Kennzeichen orientieren und müssen sich nicht ein weiteres Siegel merken.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.