An drei Orten fanden in diesem Jahr die Pokémon GO Fests statt: London, New York und Osaka. Insgesamt haben diese Events über 300 Millionen Dollar für die Ausrichtungsorte eingebracht und Tausende von Besucher:innen angelockt.

Niantic, die Betreiber von "Pokémon GO" und anderen AR-Games, hat Daten zu den Pokémon GO Fests 2023 in Großbritannien, den USA und Japan bekannt gegeben, die untermauern sollen, welche positiven ökonomischen Auswirkungen diese Events auf die Ausrichtungsorte haben können. Laut einem Bericht von Statista, der von Niantic in Auftrag gegeben wurde, generierten die Pokémon GO Fests in New York, London und Osaka insgesamt 323 Millionen Dollar (rund 303 Millionen Euro) für die lokale Wirtschaft, einschließlich 73,8 Millionen Dollar an Steuereinnahmen (ca. 69,2 Millionen Euro). Insgesamt nahmen 194.000 Spieler:innen an den Events auf drei verschiedenen Kontinenten teil. "Zum Vergleich: Das UEFA-Champions-League-Finale 2023 brachte der Gastgeberstadt Istanbul schätzungsweise einen wirtschaftlichen Mehrwert von etwa 80 Millionen Dollar ein, während die zwei Auftritte von Taylor Swift in Kansas City der lokalen Wirtschaft in diesem Jahr 48 Millionen Dollar einbrachten", schreibt das Unternehmen.

Auch die Verantwortlichen vor Ort ziehen ein positives Fazit. Fred Dixon, Präsident und CEO von New York City Tourism + Conventions: "New York City ist die Bühne der Welt, wenn es um Live-Events geht. Das Niantic-Team hat sich als großartiger Partner bei unseren Bemühungen erwiesen, das Pokémon GO Fest im vergangenen Sommer in die fünf Stadtbezirke zu bringen, und die Ergebnisse der Studie über die wirtschaftlichen Auswirkungen sprechen für sich. Die Veranstaltung bot die Gelegenheit, die Stadt den Spielern und Fans aus aller Welt zu präsentieren, von denen 21 Prozent zum ersten Mal hier waren."

Für New York werden die wirtschaftlichen Auswirkungen auf 140,1 Millionen Dollar beziffert, knapp 131,3 Millionen Euro. Die 74.000 Besucher:innen gaben durchschnittlich 783 Dollar pro Person aus. Das sind knapp 734 Euro. Ähnlich verhält es sich mit dem Pokémon GO Fest London, das 46 Millionen Pfund generieren konnte, etwa 52,72 Millionen Euro. Es reisten über 60 Prozent der Spieler:innen von außerhalb des Vereinigten Königreichs an. Im Anschluss gaben 49 Prozent der Teilnehmer:innen an, London in den nächsten 12 Monaten erneut besuchen zu wollen. Zeitgleich mit dem Event in London fand das Pokémon GO Fest in Osaka statt. Die ökonomische Bilanz beläuft sich hierbei auf 38 Millionen Dollar und generierte 11,6 Millionen Dollar an Steuereinnahmen, rund 35,61 Millionen Euro respektive 10,87 Millionen Euro. Insgesamt 78 Prozent der 60.000 Besucher:innen, reisten aus anderen Teilen Japans für das Event an.

2022 fand solch ein GO Fest auch in Berlin statt. Hieran nahmen über 40.000 Menschen teil. Insgesamt gaben die Spieler:innen dabei über 49 Millionen Dollar in Berlin aus, fast 46 Millionen Euro. In Deutschland fand in diesem Jahr kein "großes" GO Fest statt.

Darüber hinaus bringt Niantic "Organized Play-Events" nach Europa. Sie werden bei lokalen Einzelhändlern stattfinden, wie die Pokémon-Sammelkartenspiel-Events. Die Pokémon-GO-Events bieten Trainer:innen die Möglichkeit, andere Mitglieder der Community zu treffen, ihre Fähigkeiten zu verbessern und Preise zu gewinnen. Niantic: "Pokémon GO-Liga-Herausforderungen sind Wettbewerbe, die regelmäßig in Spieleläden stattfinden, die Play! Pokémon-Events veranstalten. Dabei handelt es sich um kleine und örtliche Einstiegsturniere, bei denen du die Grundlagen der Matches in Pokémon GO erlernen und dein Können gegen andere Pokémon GO-Spieler testen kannst. Pokémon GO-Liga-Cups sind größere Turniere, die regelmäßig an denselben Orten wie die Liga-Herausforderungen stattfinden. Pokémon GO-Liga-Cups geben Trainern die Möglichkeit, Championship Points zu verdienen und ihre Fähigkeiten für größere Wettbewerbe zu trainieren."

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Marcel Kleffmann
Marcel Kleffmann is Chief of Content of GamesMarket and our B2B and B2C expert for hardware, market data, products and launch numbers with more than two decades of editorial experience.
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