Toys'R'Us will DACH-Filialen verkaufen
Der US-Spielwarenhändler Toys'R'Us bereitet sein Ende vor. Bei Gericht hat das insolvente Unternehmen die Abwicklung seiner US-Filialen beantragt. Die internationalen Filialen, also auch die Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sollen verkauft werden.
Die Insolvenz der US-Spielwarenhandelskette Toys'R'Us führt wohl zum Verschwinden der Marke zumindest in den USA. Wie das Unternehmen mitteilt, habe man beim zuständigen Insolvenzgericht den Antrag beantragt, mit der Abwicklung aller 735 US-Filialen beginnen zu dürfen. Nähere Detail zu der Abwicklung will Toys'R'Us in Kürze bekannt geben.
Berechtigte Hoffnung gibt es nach wie vor für die deutschen Mitarbeiter von Toys'R'Us, die ja formal bislang nicht von der Insolvenz betroffen sind. Das US-Unternehmen kündigte an, die Reorganisation des Konzerns und den Verkauf der internationalen Einheiten in Kanada, Asien und Zentraleuropa voranzutreiben. Dabei nannte Toys'R'Us auch explizit die Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die Tochtergesellschaften in Australien, Frankreich, Polen, Portugal und Spanien, so heißt es aus den USA, werden ihre Optionen in Anbetracht der aktuellen Ereignisse abwägen und möglicherweise in ihren Märkten auf die Suche nach potenziellen Käufern gehen.
"Ich bin sehr enttäuscht von diesem Ergebnis, aber da wir haben nicht länger die finanzielle Unterstützung, um das US-Geschäft weiter zu betreiben", sagt Dave Brandon, Chairman und CEO von Toys'R'Us. Deshalb sei es notwendig einen geordneten Prozess zur Abwicklung des Geschäfts und des Verkaufs der internationalen Töchter zu initiieren.