Der britische Spieleentwicklerverband TIGA hat die Regierung aufgefordert, die Rechte von EU-Bürgern, die bereits in UK leben und arbeiten, beim Brexit zu berücksichtigen und zu beschützen. Sie würden auch in der Spieleentwicklung einen signifikanten Teil der Mitarbeiter stellen und sollen nicht abwandern.

In ersten Reaktionen nach dem Brexit-Votum zeigten sich die britischen Spieleverbände noch betont gelassen, wenn auch ein wenig besorgt. Nun hat TIGA, der Entwicklerverband in UK, nachgelegt. "Die bestehenden Rechte von EU-Arbeitnehmern, die bereits in Großbritannien sind und arbeiten sollen geschützt werden, so dass sie auch künftig in UK leben und arbeiten können mit der Gewissheit, dass sie nicht eines Tages aufgefordert werden das Land zu verlassen", so Dr. Richard Wilson, CEO des TIGA. Der Verband mahnte zudem, den Status all derjenigen EU-Bürger schnell zu klären, die in der Zeit zwischen Brexit-Votum und dem tatsächlichen Austritt ins Land kommen.

Hintergrund der besorgten Worte des TIGA ist, dass auch bei britischen Spieleentwicklern ein nicht unerheblicher Teil der Mitarbeiter aus dem EU-Ausland kommt. Nach Verbandsschätzungen sind es etwa 15 Prozent aller Mitarbeiter in der britischen Spieleentwicklung. Da die britische Spielebranche unter anderem auf Grund von Förderungen mit einem steigenden Mitarbeiterbedarf rechnet glaubt TIGA, dass die Branche auch künftig auf die Zuwanderung qualifizierter Spieleentwickler angewiesen ist.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.