Fans epischer Weltraumabenteuer mussten in letzter Zeit einige Rückschläge hinnehmen.

Bereits auf der GC - Games Convention 2005 machte das Gütersloher Entwicklerstudio Ascaron mit der Präsentation von "Darkstar One" (DSO) diskret auf sich aufmerksam. Schnell stand dem Team um Daniel Dumont ("Port Royale") Ubisoft als namhafter Vertrieb zur Seite. Mittlerweile scheint ein Release des Actionspektakels in greifbare Nähe gerückt zu sein.

Die umfangreiche Raumschiffsimulation will mit einer fantastischen Grafik, abwechslungsreichen Missionen, einem stimmigen Soundtrack sowie einer packenden Story überzeugen.

Letztere Vorhaben stehen tatsächlich unter einem guten Stern: So kümmert sich Dynamedion ("SpellForce") um die musikalische Untermalung, während die von der "Perry Rhodan"-Serie her bekannte SF-Autorin Claudia Kern für die Handlung des Weltraumepos verantwortlich ist.

Eine dunkle Bedrohung

Die fantasievolle Geschichte erzählt von einer Zeit nach den heftigen intergalaktischen Kriegen, in der Wirtschaft und Politik in den Händen der Organisation des Großen Rats liegen. Dem idyllischen Zusammenleben droht jedoch ein jähes Ende, denn die am Rande der Galaxis lebenden Thul stellen neuerdings eine ständig wachsende Bedrohung für die zivilisierte Weltengemeinschaft dar: Das einst so friedvolle Volk hat es sich zur Aufgabe gemacht, harmlose Transporter anzugreifen.

Der Konflikt stellt den Großen Rat vor eine harte Probe - zu widersprüchlich sind die Ansichten innerhalb des mächtigen Bundes. Als der junge Kayron Jarvis zwischen die Fronten des drohenden Krieges gerät, kommt er den wahren Hintergründen des Mordes an seinem Vater immer näher - Stück für Stück fügt sich das Puzzle zusammen, bis Teile eines Raumschiffs erkennbar werden: die "Darkstar One".

Andere Rassen, andere Sitten

Im Verlauf der stark miteinander verwobenen Missionen begegnet der Protagonist den verschiedensten Lebensformen. So unterscheiden sich die sechs unterschiedlichen Rassen selbstverständlich hinsichtlich ihres äußeren Erscheinungsbilds, ihrer Strategien und Waffentechnologie - hier müssen die einzelnen Vorzüge gegeneinander abgewogen werden.

Im Unterschied zu handelslastigen Weltraumsimulationen wie der "X"-Serie von Deep Silver setzt "Darkstar One" seine Akzente auf die storyrelevanten Missionen, die ständig neue und geheimnisvolle Artefakte enthüllen. Mit ihnen erfährt das Raumschiff Upgrades, die die Verbesserung der Flugeigenschaften oder der Bewaffnung zur Folge haben. Erprobt werden die Modifikationen nicht nur im tristen Weltraumalltag - die Missionsziele führen den Spieler auch auf abwechslungsreiche Planetenoberflächen.

Technik vom Feinsten

Nicht alle Aufgaben müssen mit Gewalt erledigt werden. Als Händler, Schmuggler, Söldner, Kopfgeldjäger oder Pirat muss sich der Spieler die verschiedensten Rollen zunutze machen. Aus technischer Sicht präsentiert sich Ascarons neueste Kreation ordentlich, so können die Weltraumabenteuer nach Angaben der Entwickler schon mit verhältnismäßig niedrigen Systemvoraussetzungen in Angriff genommen werden.

Highend-Spielern soll dennoch eine ansprechende Optik auf den Monitor gezaubert werden - die Grafikanforderungen lassen sich anpassen. Fans von Weltraumsimulationen können jedenfalls anfangen, ihre Joysticks zu entstauben: "Darkstar One" erscheint noch im ersten Quartal dieses Jahres für Windows-basierte Betriebssysteme.

Daniel Dumont, Projektleiter beim deutschen Entwickler und Publisher Ascaron

»Welche Features heben "Darkstar One" von anderen Genrevertretern ab?

Der größte Unterschied dürfte sein, dass der Spieler sein Schiff von Anfang bis Ende behält und sich nicht alle paar Stunden ein besseres kauft. Stattdessen kann die "Darkstar One" ähnlich wie ein Rollenspielcharakter ausgebaut werden, beispielsweise mehr Waffenaufhängungen oder mehr Rumpfstärke.

Statt Erfahrungspunkte sammelt der Spieler Artefakte einer antiken Rasse und baut sie in sein Schiff ein. Natürlich gibt es auch eine Fülle von Waffen und Ausstattungen, die für die "Darkstar One" erworben werden können.

» Wie kommt der Mehrspielermodus bei diesem Weltraumepos zum Tragen?

Gar nicht, denn Epos und Mehrspielermodus passen nur bedingt zusammen. Eine atmosphärische Geschichte mit durchdachten Spannungsmomenten lässt sich nicht in ein Mehrspielerspiel integrieren.

» Mit welchen Problemen hatten Sie während der Entwicklung zu kämpfen?

Vor allem mit der Technik, mit der Weltalldarstellung im Allgemeinen und dem Shader. Daher mussten wir sehr viel experimentieren, bevor alles gut aussah. Und da DSO nicht nur auf Highend-Rechnern lauffähig sein soll, muss es z.B. von jedem Shader auch Varianten für kleinere Grafikkarten geben - das ist sehr aufwendig.

» Was verbirgt sich hinter der angekündigten spielerischen Freiheit von DSO?

Das Spiel ist meiner Meinung nach das erste, das nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch durchgehend spielerische Freiheiten bietet. In DSO haben wir die Frachtcontainer implementiert. Nur durch diese Spieltechnik kann der Spieler jederzeit wählen zwischen Piraterie, Kopfgeldjagd, Söldnertum, Handel und Schmuggel. Er kann z.B. bei einer Mission als Kopfgeldjäger losziehen und als Schmuggler zurückkommen.

Wir haben im Logbuch sogar ein Rufsystem eingebaut, durch das der Spieler sehen kann, mit welchen Aktionen er sich in der letzten Zeit durchgeschlagen hat. Wenn er eine Sache sehr ausgiebig betrieben hat, hat dies sogar Auswirkungen auf das Spiel.

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