Unterhaltungsmedien statt Kino und Musik?
US-Amerikaner nutzen lieber verschiedene elektronische Unterhaltungsmedien, als ins Kino zu gehen oder in Plattenläden einzukaufen.
Die vielfältigen Angebote elektronischer Unterhaltungsmedien führen zu sinkenden Umsätzen bei Kino und Musik - dies glaubt zumindest die "New York Times" (NYT) angesichts der immer geringer werdenden Ausgaben der Amerikaner fürs Kino. Die neuen Unterhaltungsmöglichkeiten wie DVD, Video on Demand (VoD), digitale Videorekorder sowie PC- und Konsolengames seien die Ursache dafür, dass sich die meisten lieber zu Hause vergnügen, anstatt ihr Geld in Kinos oder Plattenläden zu tragen. Laut NYT sei die Zahl der Kinobesucher in den USA 2005 um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Auch 2004 verzeichneten die Kinobetreiber bereits zwei Prozent weniger Besucher als im Jahr davor. 2004 verbrachte der US-Amerikaner durchschnittlich 78 Stunden vor dem DVD- bzw. Videorekorder - ein Plus von 53 Prozent gegenüber dem Jahr 2000. Dazu stieg der Verkauf und Verleih von DVDs seit 2000 um 676,5 Prozent.
PC- und Konsolenspiele hätten das Kino bei den Umsätzen schon längst überholt. So stiegen die Ausgaben für Gamessoftware 2004 um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dementsprechend verbringen Amerikaner auch mehr Zeit mit Computerspielen: Seit dem Jahr 2000 ist hier ein Anstieg um mehr als 20 Prozent zu verzeichnen.