Unterhaltungssoftware-Umsatz eingebrochen
Der Verband der Unterhaltungssoftware Deutschland (VUD) hat für 2002 ein Umsatzminus von 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr festgestellt.
Der Verband der Unterhaltungssoftware Deutschland (VUD) hat eine negative Bilanz für das vergangene Jahr gezogen. Insgesamt setzte die Unterhaltungssoftwarebranche 2002 1,414 Mrd. Euro um. Das sind 7,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Entwicklung in den einzelnen Teilmärkten verlief allerdings recht unterschiedlich. Während der Umsatz mit PC-Software stark einbrach, stieg der Umsatz mit Konsolensoftware um 7,2 Prozent an. Erstmals wurde in Deutschland mit Konsolenspielen gleich viel Umsatz erwirtschaftet wie mit PC-Games. "Wenn gleichzeitig die Anzahl der privaten, in aller Regel illegalen Spielekopien um über 23 Prozent auf 54 Mio. Stück angestiegen ist, bleibt für einen Zuwachs im legalen Bereich kaum noch Raum", so VUD-Geschäftsführer Ronald Schäfer, der damit die Piraterie als einen der Hauptschuldigen für die Negativentwicklung ausmacht. Besorgt äußerte sich Schäfer außerdem über die Entwicklung im Bereich Edutainment. Lernsoftware sei in Deutschland nach wie vor unzureichend als Lehr- bzw. Lernmittel akzeptiert.