USK bleibt gelassen
Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat sich öffentlich zu den Jugendmedienschutz betreffenden Passagen im Koalitionsvertrag geäußert. Sorgen, dass man den Auftrag zur Prüfung von Spielen verliert, hat man bei der USK anscheinend nicht.
"Wir sehen in der deutlichen Positionierung des Koalitionsvertrags eine Aufforderung zur gesellschaftspolitischen Diskussion über die Chancen und Gefahren im Umgang mit den neuen, globalen Medien." Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat sich erstmals öffentlich zu den Passagen geäußert, die von CDU/CSU und SPD im Koalitionsvertrag im Hinblick auf den Jugendmedienschutz verankert wurden. Diese hatten bei Gamern zu teils heftigen Diskussionen geführt, da unter anderem von der Prüfung eines Verbots von "Killerspielen" die Rede ist, ohne diese näher zu beschreiben.
Die USK dürfte jedoch einen anderen Passus im Blick haben. Denn die neue Regierung will sofort mit den Ländern in einen zielorientierten Dialog einsteigen, um die "Wirksamkeit des Konstrukts 'Regulierte Selbstkontrolle'" zu erörtern. Diese Überprüfung, die auch die USK betrifft, war ursprünglich für März 2008 geplant, fünf Jahre nach Einführung des neuen Jugendschutzgesetzes.
Bei der USK bleibt man jedoch anscheinend gelassen. "Die USK wird in der bewährten Zusammenarbeit mit den obersten Landesjugendbehörden und als Partner aller gesellschaftlichen Kräfte ihren Beitrag leisten, dass jugendgefährdende Spiele in Deutschland keine Chance haben und Kinder und Jugendliche sicher in die Informationsgesellschaft hineinwachsen", so die USK in ihrer Pressemitteilung, in der sie auch ihre seit elf Jahren erfolgreiche Arbeit erläutert.