Verbraucherzentralen mahnen Media-Markt-Filialen ab
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat am Mittwoch Media-Markt-Niederlassungen im Saarland und in Baden-Württemberg wegen irreführender Preiswerbung abgemahnt.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat am Mittwoch Media-Markt-Niederlassungen im Saarland und in Baden-Württemberg wegen irreführender Preiswerbung abgemahnt. "Beschwerden von Verbrauchern legen nahe, dass Media Märkte im Vorfeld der Werbaktion 'Am 3.1. zahlt Deutschland keine Mehrwertsteuer' den Preis für einige Produkte hochgesetzt haben", sagte vzbv-Jurist Egbert Groote. Auch die Wettbewerbszentrale habe bereits juristische Schritte gegen den Elektroriesen eingeleitet, heißt es in einer Mitteilung des Verbraucherzentrale Bundesverband. Der vzbv hatte anlässlich der Aktionen der Konzernschwestern Media Markt und Saturn ("100 Produkte zum Einkaufspreis") die Verbraucher aufgerufen, den Verbraucherzentralen Fälle mitzuteilen, bei denen Produkte am Aktionstag teurer oder nicht viel preisgünstiger angeboten wurden als an den vorangegangenen Tagen.
Nach vzbv-Angaben hätten sich viele verärgerte Kunden vor allem über Media Märkte beschwert. So seien den Verbraucherzentralen mehrere Fälle geschildert worden, wo vereinzelte Produkte wie Digitalkameras, DVD-Brenner oder Camcorder in der Vorwoche um einiges günstiger angeboten worden seien als am Aktionstag. "Laut Wettbewerbsrecht ist es unzulässig, mit besonderen Preisherabsetzungen zu werben, wenn tatsächlich keine oder nur unerhebliche Preissenkungen stattgefunden haben", resümiert Groote. Vor dem Hintergrund immer aggressiverer Werbeformen sollten Verbraucher sich nicht durch Rabattaktionen verleiten lassen, ein Gespräch mit dem Fachhändler um die Ecke könne manchmal ebenso effektiv sein.