Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat die Deutschland-Tochter des US-Einzelhandelsriesen Wal-Mart hinsichtlich der Arbeitsbedingungen massiv kritisiert. Die Rede ist von Erpressungsversuchen gegenüber den Betriebsräten.

Die Deutschland-Tochter des US-Einzelhandelskonzerns Wal-Mart sieht sich mit massiven Vorwürfen der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di konfrontiert. So wirft ver.di einem Bericht des Magazins "Spiegel" zufolge dem Wal-Mart-Management Erpressungsmethoden vor. Dabei gehe es neben einer Flexibilisierung der Arbeitszeit auch um die Kündigung mehrerer Mitarbeiter und um die Videoüberwachung des Geschäfts. "Es kommt immer wieder vor, dass Unternehmensvertreter den Betriebsräten mit der Schließung der Filiale drohen, wenn diese nicht alle Forderungen vor allem bei Arbeitszeiten akzeptieren. Dahinter steckt Methode", wird Ulrich Dalibor von der Berufsfachgruppe Handel bei ver.di zitiert. Mitarbeiter würden diese Praxis bestätigen. Auch Wal-Marts Deutschland-Chef Kay Hafner konfrontiere in den Filialen gelegentlich die Belegschaft mit Schließungsszenarien. Wal-Mart Deutschland wollte die Vorwürfe bislang nicht kommentieren.

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