E-Sport entwickelt sich bei jüngeren Männern unter 30 Jahren zu einem "Massenphänomen". Das ist ein Ergebnis einer b4p-Trendstudie zum Thema "Sportberichterstattung im Wandel" von der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung.

Update vom 27.04.2023 um 17:00 Uhr:

Daniel Luther, Präsident vom eSport-Bund Deutschland, kommentiert die Ergebnisse der b4p-Trendstudie folgendermaßen und hebt dabei den Diversity-Aspekt hervor: "Wir freuen uns über den anhaltenden Positivtrend in der Aufmerksamkeit für den E-Sport. Dass sich immer mehr junge Menschen für ihn interessieren, bestätigt seinen langfristigen Stellenwert. Es wäre somit nur folgerichtig, wenn sich in Zukunft weiterhin mehr Medien, insbesondere in der Sportberichterstattung, dem E-Sport zuwenden würden. Da vorrangig ein männliches Publikum an Zuwachs gewinnt, ist klar, dass in Hinblick auf Diversity trotz aller bisheriger Fortschritte noch einiges getan werden muss."

Originalmeldung vom 27.04.2023 um 11:21 Uhr:

Eine b4p-Trendstudie zum Thema "Sportberichterstattung im Wandel" von der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK) hebt hervor, dass sich Deutsche für Sport begeistern. Beliebt sind Männerfußball, Frauenfußball, Skispringen und Biathlon. Auch E-Sport entpuppt sich laut der Studie über alle Altersgruppen hinweg als Trendsportart, bei inzwischen 32 Prozent der Befragten. E-Sport befindet sich damit in der deutschen Bevölkerung auf einem ähnlichen Beliebtheitsniveau wie Basketball, Snowboarden, Volleyball oder American Football. Vor allem bei 16- bis 29-jährigen Männern sind virtuelle Sportarten sehr beliebt, und zwar bei 72 Prozent. Damit belegt E-Sport den Rang zwei hinter Männerfußball (76 Prozent) in dieser Altersgruppe.

"Bemerkenswert ist aber auch die rasant steigende Beliebtheit in der jungen und männlichen Zielgruppe: Jeder Dritte (33 Prozent) bekundet hier ein steigendes Interesse an eSport in den letzten Monaten, 41 Prozent geben zudem an, sich eSport-Wettkämpfe über YouTube (60 Prozent), Instagram und Twitch (jeweils 51 Prozent) anzuschauen. Setzt sich dieser Trend weiter fort, ist in den nächsten Jahren in Deutschland mit einem grundlegenden Wechsel im Konsum von Sport-Berichterstattungen in den Medien zu rechnen", heißt es in der GIK-Studie.

"Der Sportmarkt wandelt sich sowohl in Bezug auf Sportarten, die Sportberichterstattung als auch die Medien. Ob Streamingdienste oder eSport-Angebote - für Werbekunden eröffnen sich hier neue Spielfelder, um ihre Zielgruppen zu erreichen und neue zu erschließen", so Petra Fügel, Mitglied Forscherkreis bei der GIK und Head of Mediaconsulting bei Axel Springer, dem für die Trendstudie Sport zuständigen Medienhaus.

Grundlage der Studie ist eine Online-Umfrage, bei der 1.041 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Dezember 2022 befragt wurden. Die Umfrage wird als repräsentativ für die "deutsche Online-Gesamtbevölkerung" bezeichnet. Sie kann kostenlos runtergeladen werden.

Über die GIK: "Unter dem Dach der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK) haben sich die fünf Medienhäuser Axel Springer, Bauer Media Group, FUNKE, Gruner + Jahr und Hubert Burda Media zusammengeschlossen. Sie betreiben gemeinsam die crossmedialen Markt-Media-Studien best for planning (b4p) und best for tracking (b4t)"

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Marcel Kleffmann
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