Xbox meldet Userrekord, aber fallende Umsätze
Im Earnings Call für Q2 des Finanzjahrs 2023 meldet Microsofts CEO Satya Nadella schwächelnde Xbox-Zahlen. Microsoft geht es dennoch gut. Außerdem erreichte die Xbox im letzten Quartal neue User:innen-Rekorde.
Im gestrigen Earnings Call an die Investor:innen meldet Satya Nadella, Chairman und CEO von Microsoft, die finanziellen Resultate von Oktober bis Dezember 2022. Insgesamt geht Microsoft minimal gestärkt, jedoch mit einigen Einbrüchen aus dem Quartal hervor, das Xbox-seitig von der verschleppten Activision-Akquise, einem Mangel an Spielen, laut Nadella aber auch von Grundagenentwicklung in Richtung cloudbasierte KI geprägt war. Microsofts Umsatz betrug dabei 52,7 Milliarden US-Dollar und stieg damit dennoch um zwei Prozent. Das Operating Income belief sich auf 20,4 Milliarden US-Dollar nach GAAP und 21,6 Milliarden US-Dollar ohne GAAP und sank um acht respektive drei Prozent. Der Reingewinn betrug 16,4 Mrd. US-Dollar nach GAAP und 17,4 Mrd. US-Dollar ohne GAAP und sank um 12 beziehungsweise sieben Prozent. In der Xbox-Division sanken die Einnahmen durch Content und Services um 12 Prozent. Dies lässt sich vermutlich auf die fehlenden großen Exklusivtitel zur Weihnachtszeit zurückführen. Im Dezember hatte Microsoft lediglich “Pentiment” von Obsidian Entertainment veröffentlicht, das als Budgettitel zudem nur digital erschien. Exklusiv erschien zudem “High on Life” von Squanch Games auf Xbox-Konsolen und PC, das jedoch durchwachsene Kritiken erhielt. Die Einnahmen durch Geräte fielen unternehmensweit um 39 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auf Nachfrage durch VGC entfällt davon ein Drittel auf rückläufige Xbox-Verkäufe. Die schwächelnden Xbox-Zahlen relativiert Nadella jedoch mit dem Hinweis auf einen User:innen-Rekord: Im besagten Quartal nutzten monatlich durchschnittlich 120 Millionen User:innen die Xbox. Die Diskrepanz weist auf das nahende Plateau von Microsofts Game-Pass-Service hin. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Service entwickelt, wenn das Potenzial an noch zu erreichenden User:innen ausgeschöpft ist, zumal wenn auch das Wachstum der Xbox-Konsolen als Game-Pass-Plattformen zurückkgeht.