YouTube baut Sponsorships zu Channel-Abos aus
Über den Firmenblog hat YouTube eine Reihe neuer Monetarisierungsfeatures enthüllt. Die vielleicht wichtigste Neuerung sind die sogenannten Channel-Abonnements, die künftig von allen Kanälen angeboten werden können, welche den Unterstützer-Status erfüllen.
YouTube schraubt weiter an den Paid-Content- und Monetarisierungsmöglichkeiten. So hat Neal Mohan, Chief Product Officer von YouTube, im Unternehmensblog eine Reihe neuer Features vorgestellt, die er zuvor auch auf der Bühne der VidCon enthüllte. Im Mittelpunkt stehen die sogenannten Channel Abonnements. Nutzer können für 4,99 Dollar einzelne Channels unterstützen, sprich abonnieren, und erhalten so Zugriff auf diverse Goodies wie neue Emojis aber auch exklusiven Content wie Livestreams, extra Videos oder spezielle Pearks der Kanalbetreiber.
Ganz neu ist das System freilich nicht: YouTube testete diese Monetarisierungsform mit ausgewählten Kanälen unter dem Namen Sponsorships. Die Channel-Abonnements sollen demnächst allen Kanälen zur Nutzung offen stehen, welche die sogenannten Unterstützer-Kriterien erfüllen. Sie müssen also mehr als 100.000 Abonnenten haben, am Partnerprogramm teilnehmen, der Betreiber muss über 18 Jahre alt sein, den Nutzungsbedingungen zugestimmt und darf keine aktiven Verwarnungen haben.
Neben den Channel-Abonnements hat YouTube auch eine Plattform vorgestellt, die den Verkauf von Merchandising vereinfacht. Durch eine Kooperation mit der Firma Teespring haben YouTuber Zugriff auf über 20 verschiedenen Merchandising-Artikel, die sie selbst individualisieren und direkt über ihren Kanal verkaufen können. Das Angebot steht allerdings vorerst nur US-Channels offen, die mehr als 10.000 Abonnenten haben. Laut YouTuber soll das Programm aber schon bald auf mehr Merchandising-Partner aber auch Creator ausgebaut werden.
Last not least arbeitet YouTube auch am inhaltlichen Angebot. So startete man nun mit "Premieres" die Möglichkeit, aufgenommene Videos wie ein Live-Event zu senden. Über die Funktion wird beispielsweise automatisiert eine Landingpage zur Promotion der geplanten Premiere kreiert. Während der Premiere sind Live-Chats auch mit dem YouTuber möglich. Und für einen späteren Zeitpunkt hat YouTube die Einführung von Stories als Feature in Aussicht gestellt. Derzeit experimentiere man noch wie die aus "Snapchat" bekannte Contentform so umgesetzt werden könnte, dass sie zu YouTube perfekt passt.