Es war kein einfaches Jahr für die Anbieter von Unterhaltungssoftware. Nicht nur die allgemein schlechte Konjunkturlage drückte sowohl die Stimmung als auch die Umsätze.

Auch ganz spezielle branchenspezifische Probleme machten Industrie und Handel zu schaffen. Der Konsolenmarkt war gekennzeichnet durch den zyklisch auftretenden Generationswechsel, der traditionell mit einer "Umsatzdelle" verbunden ist.

Der PC-Spielemarkt war auf Grund weiter fallender Durchschnittspreise nicht in der Lage, diesen Einbruch wettzumachen. Und auch das Segment Info-/Edutainment entwickelte sich eher verhalten. Das scheinbar nicht in Griff zu bekommende Piraterieproblem macht die Situation auch nicht besser. Übernahmen, Insolvenzen und Firmenaufgaben reihten sich folglich viel zu stetig aneinander.

Zwischen negativen Schlagzeilen und depressiver Stimmung übersieht man allerdings auch leicht, dass viele Firmen eine durchaus sehr positive Entwicklung nahmen. Und wirtschaftswissenschaftlich gesehen, hat eine Rezession sowieso die gleiche Daseinsberechtigung und Notwendigkeit wie eine Hochphase: Kostenapparate werden abgebaut, die Effizienz gesteigert und Investitionen überlegter getätigt. Kurz, die Firmen zementieren und sanieren das Fundament, auf dem ihr jetziges und künftiges Geschäft steht oder fällt.

Nicht umsonst beschreiben viele Branchenvertreter die vergangenen zwölf Monate als eine Zeit, in der strategische Entscheidungen getroffen und Weichen für die Zukunft gestellt wurden. GamesMarkt.de hat für Sie die Ereignisse des zwar nicht sehr schönen, dafür umso wichtigeren Jahres zusammengestellt. Im Einzelnen finden Sie:

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.