Fast schon traditionell veranstaltete die Interfunk eG vom 25. bis zum 30. März ihre Börse in Oberstdorf. Zum Auftakt informierte die Zentrale ihre Mitglieder in einem Vortragsmarathon über aktuelle Marktentwicklungen und schwor die Händlergemeinde auf die hauseigene Marke "Red Zac" ein.

"Red Zac total" in Oberstdorf. Der Präsentationsmarathon zum Auftakt der 35. Interfunk-Börse war im Stil der erfolgreichen ProSieben-Sendung "TV total" gehalten. Natürlich konnte (und wollte) das Moderatorenduo Volkard Becker, (Interfunk-Marketing) und Marlene Luven ("SAT 1 Frühstücksfernsehen") nicht den "Gaga"-Effekt von TV-Vorbild Stefan Raab erreichen. Aber die eigentliche Aufgabe, die mitunter schwere Vortragskost durch eine humorvolle Performance der und kurzweilige Talkrunden mit den Referenten aufzulockern, wurde auf charmante Weise gelöst. Thematisch lagen die Schwerpunkte der Veranstaltung zum einen auf der Bilanzierung des bisher Erreichten. Die beiden Vorstände Peter Keller und Werner Winkelmann konnten dann auch eine insgesamt positive Entwicklung der Gruppe resümieren.

Allerdings machte der Interfunk-Vorstand deutlich, dass man sich noch lange nicht auf den Lorbeeren ausruhen dürfe. Entsprechend dem Veranstaltungsmotto "Die einzige Zeit, die wir haben, ist die Zukunft" gaben Keller und Winkelmann einen Überblick über die strategischen Neuerungen für 2000. Grundlegende Veränderungen soll unter anderem im Bereich Betriebstypen erfolgen. Neben der erfolgreichen "Mega Company" sollen die Typen "electronic store" und "electronic shop" für mittlere und kleinere Händler etabliert werden. Die Kombination aus Pflich- und Zusatzsortimentsmodulen komme dabei allen entgegen. Einerseits würden Sortimentsbereiche vereinheitlicht, somit die Einkaufs- und Marketingmöglichkeiten verbessert. Andererseits gebe es ausreichend Freiraum für die Spezialisierung auf bestimmte Warengruppen. Ein weiterer Schwerpunkt der Präsentationen war der kontinuierliche Ausbau der Marke "Red Zac". Erklärtes Ziel ist, "Red Zac" zum Synonym für "jugendlich" und "innovativ" werden zu lassen. Für die Umsetzung will Interfunk den Werbedruck nicht nur aufrechterhalten, sondern erhöhen. Marketingtechnisch stand "Red Zac" bislang auf drei Beinen: TV, Print und PoS. Wobei der Fokus vor allem auf TV lag. Für 2000 hat sich die Interfunk-Zentrale vorgenommen, die werbewirksame Präsenz von "Red Zac" am PoS zu erhöhen. Wiedererkennung und Kauferlebnis seien hier Schlüsselfaktoren. Eine mehr einheitliche und schlichtere Gestaltung sowohl der Außenfassade wie auch der Dekomaterialien im Geschäft wurde gefordert.

Zur Veranschaulichung wurde eine "Musterfassade" in Lebensgröße in einer der vier Ausstellungshallen gezeigt. Als weitere Maßnahme plant Interfunk, die drei bisherigen Werbestandbeine von "Red Zac" um ein viertes, nämlich E-Commerce, zu erweitern. Interfunk-Vorstand Werner Winkelmann kündigte den Start des "Red Zac"-Shops in rund sechs Monaten, also zum Herbstgeschäft, an. Ein bis ins Detail ausgearbeitetes Konzept wurde nicht präsentiert. Deutlich wurde aber, dass die Händler am Online-Shop von Interfunk profitieren sollen. "Es darf aber nicht zu Defiziten beim Kundenservice kommen", machte Winkelmann klar. Die Mitglieder müssten sich an strenge Bedingungen für die Integration in den Onlineshop halten. Schließlich wirke sich jeder individuelle Fehler auf das Gesamterscheinungsbild der Marke und damit auf das Geschäft aller "Red Zac"-Händler aus.

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