Die kürzlich eingeleiteten Sanierungspläne zeigen bei der amerikanischen Atari-Niederlassung noch nicht die gewünschte Wirkung. Die Bilanz für das zum 31. März beendete Geschäftsjahr wird erst mit Verspätung vorgelegt werden können, weil außerordentliche Abschreibungen das Ergebnis belasten.

Ursprünglich sollte Atari Inc., die börsennotierte US-Tochter der Atari-Dachgesellschaft Infogrames Entertainment, zu Wochenbeginn die Bilanz für das zum 31. März beendete Geschäftsjahr vorlegen. Daraus wird vorerst nichts, wie der US-Publisher mitteilte. Offenbar weil außerordentlicher Abschreibungsbedarf auf Firmenwerte besteht, erbittet Atari zusätzlichen Spielraum von der US-Börsenaufsicht. Derzeit sei noch unklar, in welcher Höhe das Ergebnis tatsächlich belastet wird.

Klar scheint hingegen, dass die im dritten Quartal eingeleitete Trendwende das Jahresergebnis nicht retten konnte. Erneut stehen bei der US-Tochter Millionen-Dollar-Verluste an. Derzeit gibt Atari den zu erwartenden Nettoverlust mit 17,2 Mio. Dollar an. Dies ist aber lediglich eine Prognose. Je nachdem, in welcher Höhe Abschreibungen getätigt werden müssen, könnte sich das Bilanzloch auf 54,1 Mio. Dollar erhöhen, so Atari. Der Umsatz erreichte 121,6 Mio. Dollar.

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