Amazon stellt seinen kostenlosen App-Flatrate-Service Amazon Underground stufenweise bis zum Sommer ein. Installierte Apps können bis 2019 genutzt und weiter unterstützt werden; mit entsprechenden Umsätzen für die Entwickler.

Amazon hat in seinem Developer-Blog das Ende seines Amazon Underground-Service angekündigt. Mit dem Underground-Programm konnten Nutzer Apps und In-App-Inhalte kostenlos nutzen. Sie mussten jedoch einverstanden sein, dass Amazon die Nutzung weitaus detaillierter trackt als üblich. Entwickler der sonst kostenplfichtigen Apps und Inhalte erhielten im Gegenzug für die Bereitstellung ihres Content Geld je nach Nutzung der User. Der Zugang zu den kostenlosen Apps via der Amazon Underground App soll im Sommer 2017 gekappt werden.

Alle Underground-Apps, die bis dahin von Verbrauchern installiert wurden, sollen aber weiterhin kostenlos nutzbar sein. Auch die Ausschüttung an Entwickler läuft wie geplant weiter. Zudem dürfen die Apps durch Updates weiter unterstüzt werden. Das finale Ende des Programms, also auch der kostenlosen App-Nutzung sowie der Umsatzausschüttung, ist für 2019 geplant.

Wer als Entwickler noch in das Programm rein will, muss allerdings schnell sein. Ab dem 31. Mai nimmt Amazon keine Einreichungen mehr für das Programm an. De facto ist es also unwahrscheinlich, dass noch eine nennenswerte Zahl an Apps in dem Programm erscheinen.

In dem Blogpost spricht Amazon davon, dass man bereits andere Wege geht, um die "Appstore-Erfahrung" weiterzuentwickeln. Als Beispiel werden zusätzliche Monetarisierungsmöglichkeiten über den Merch by Amazon Service für Merchandising-T-Shirts genannt oder die Einführung der Amazon Coins, die Verbraucher vergünstigt erwerben können, ohne dass die Umsatzmarge der Entwickler geschmälert werde. Weitere Services zur Verbesserung der "Appstore-Experience" sind geplant. Ob es sich dabei ebenfalls um Maßnahmen handelt, die vor allem eine noch stärkere Bindung an Amazon-eigene Services zum Ziel haben, nannte das Unternehmen nicht.

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Written by

Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.