Amtsgericht München bestellt Insolvenzverwalter für esports.com AG
Mit Beschluss vom 14. März hat das Amtsgericht München eine vorläufige Insolvenzverwaltung für die eSports.com AG aus Heidelberg angeordnet und einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Die Auswirkungen auf das Joint-venture mit ProSiebenSat.1 sind noch nicht absehbar.
Die eSports.com AG steht unter vorläufiger Insolvenzverwaltung. Dies geht aus der öffentlichen Bekanntmachung vom 14. März des Amtsgerichts München hervor. Demnach hat das Gericht den Münchner Rechtsanwalt Rolf G. Pohlmann zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Bei den Vorgängen handelt es sich um sogenannte Sicherungsmaßnahmen. Sie sollen sicher stellen, dass sich das Vermögen der Schuldnerin nicht nachteilig verändert, bis über den Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens entschieden wird. Wann es zu dieser Entscheidung kommt, ist unklar. Formal befindet sich die eSports.com AG also noch nicht in einem solchen Verfahren.
Unklar ist auch, ob und welche Konsequenzen die offensichtliche Schieflage bei der eSports.com AG auf die von ihr ursprünglich initiierte Website esports.com hat. Das Portal wird seit Dezember von einem Joint-venture betrieben, an dem neben der eSports.com AG auch die ProSiebenSat.1 über die Tocher 7Sports mit 50 Prozent beteiligt ist. Der Sitz der GmbH ist München. Zumindest im Moment läuft der Betrieb der Website normal weiter.
Der Sitz des Joint-ventures in München dürfte auch der Grund sein, weshalb die Anordnung auf die vorläufige Insolvenzverwaltung vom Amtsgericht München erfolgte. Die eSport AG hat ihren Sitz zwar in Heidelberg doch für die Zuständigkeit für ein Insolvenzverfahren ist in der Regel der Allgemeine Gerichtsstand eines Unternehmens entscheidend und der liegt dort wo der betriebliche Mittelpunkt der Firma ist.