Arbeiten Microsoft und Rockstar an eigenen Drehbüchern?
Obwohl "Halo 2" und "Grand Theft Auto: San Andreas" zwei der derzeit am meist gefragten Brands des Spielebusiness sind, gibt es noch keine offiziellen Pläne für eine Verfilmung. Experten vermuten, dass die Hersteller an eigenen Filmprojekten arbeiten.
Selten war Hollywood so interessiert an der Verfilmung erfolgreicher Computer- und Videospiele wie in der jüngsten Vergangenheit. Doch da viele Projekte kommerziell gescheitert sind, könnte auf Publisherseite ein Umdenken stattfinden. Davon geht zumindest das Branchenmagazin "Variety" aus. Ein Hinweis dafür sei, dass es bislang keine Verträge für die Verfilmung einiger Spieleblockbuster wie "Halo 2" oder "Grand Theft Auto: San Andreas" gibt. Und das, obwohl zahlreiche Produzenten an diesen Projekten interessiert seien.
Unter Berufung auf verschiedene Quellen berichtet "Variety" sogar, dass Microsoft an einem eigenen Script arbeitet. Falls das Resultat gefällt, und nur dann, könnte es quasi als fertiges Produkt an Produzenten oder Studios verkauft werden. Microsoft selbst hat sich zu möglichen Filmplänen für "Halo" bislang nicht geäußert.
Keinen Kommentar zu Filmplänen gibt es derzeit auch von Rockstar, den Entwicklern der "GTA"-Reihe. Zwar gab "Variety" zu, dass die Pläne von Rockstar undurchsichtiger als die von Microsoft seien, es lägen jedoch Hinweise vor, dass auch Rockstar möglicherweise an einem eigenen Script arbeitet.
Sollten sich die Informationen des Branchenblatts bewahrheiten, käme dies einer kleinen Sensation gleich. Bislang blickte die Spielebranche eher ehrfürchtig nach Hollywood und begnügte sich im Regelfall mit der Rolle des dankbaren und kräftigt zahlenden Lizenznehmers. Von einer Emanzipation war man weit entfernt. Doch auch das letzte Saisongeschäft hat gezeigt, wie wertvoll Spielelizenzen sein können. Es sei daher verständlich, so zitiert "Variety" verschiedene Insider, dass die Spielehersteller das Image ihrer Franchises nicht durch mittelmäßige Filme gefährden und künftig das Ruder selbst in die Hand nehmen wollen.