Ascaron stellt Insolvenzantrag
Der Gütersloher Entwickler Ascaron ("Anstoß", "Patrizier") hat beim Amtsgericht Bielefeld einen Insolvenzantrag gestellt.
Der Gütersloher Entwickler Ascaron ("Anstoß", "Patrizier II") hat beim Amtsgericht Bielefeld einen Insolvenzantrag gestellt. Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens stelle eine kaufmännische Vorsichtsmaßnahme zur Sicherung der Arbeitsplätze dar. Derzeit beschäftigt Ascaron 80 Mitarbeiter. Die Gründe für die "finanzielle Schieflage des Unternehmens" würden in den hohen Vorfinanzierungskosten für die Entwicklung von Software liegen, die in den letzten Jahren stets aus eigenen Mitteln hätten geleistet werden müssen. Im 1. Quartal dieses Jahres habe Ascaron aussichtsreiche Verhandlungen mit einer Venture Capital-Gesellschaft zur weiteren Finanzierung geführt. Die Gesellschaft sei jedoch überraschend und wenige Tage vor Abschluss des bereits unterschriftsreifen Beteiligungsvertrags von ihrem Vorhaben zurückgetreten. Derzeit würden Gespräche mit weiteren Kapitalgebern geführt. Der vorläufige Insolvenzverwalter arbeite nun zusammen mit der Unternehmensleitung um Holger Flöttmann an der Aufstellung eines tragfähigen Sanierungskonzepts. Die vorhandene Substanz und das zu erwartende Weihnachtsgeschäft würden eine gute Ausgangsbasis bilden, um schnellstmöglich eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung zu finden. Hierzu sei Ascaron auch die Unterstützung der Stadt Gütersloh und der IHK Ostwestfalen zugesichert worden.