Kaum zu glauben: Man kann sich auch auch ohne digitale Hilfe spielerisch die Zeit vertreiben. Und die Nürnberger Spielwarenmesse zeigt allen Verspielten die neuesten Trends.

Zentrum dieser Welt ist Nürnberg - zumindest zu Zeiten der Spielwarenmesse. Allerdings nur für Fachbesucher und Presse, privaten Spielernaturen bleiben die Tore der 12 Messehallen verschlossen.

So bahnt man sich den Weg durch die komplette Wunderwelt spielerischen Zeitvertreibs. Vorbei an den winzigen Welten der Miniatur-Eisenbahnen und Modellbastler, vorbei an faszinierenden Brettspielen, mechanischen Wunderwerken, elektronischen Zeitfressern und natürlich zeitlosen Klassikern: Puppen, Holzspielzeug, Ein- bis Vier-Räder.

Schnell wird klar: PCs und Prozessoren nehmen auch jenseits des Videogamings einen festen Platz im Spielzimmer ein. Längst werden viele Spielwaren mit ihrer Hilfe programmiert: Futuristisch anmutende Spielzeug-Roboter - quasi Bonsai-Battlemechs - lernen per PC Gehorsam. Ganze Zweige hochentwickelter Konstruktionssysteme wie Lego & Co. basieren auf dem Einsatz spezialisierter Steuersoftware.

Also doch...

Auch im Modellbau geht's kaum ohne: CAD-Programme helfen beim Bau exotischer Miniatur-Welten, und auch Hobby-Piloten haben ihre Lektion schon lange gelernt: Wer die ersten Flugstunden am PC-Simulator absolviert, spart bares Geld samt Unmengen Zeit - spätestens wenn sich statt der echten die virtuelle Modell-Cessna nach hilflosem Trudeln in zahllose Einzelteile zerlegt.

Doch schließlich stößt man in Halle 12 doch noch auf einen vertrauten Anblick: Als einziger Konsolenhersteller hat sich Nintendo nach Nürnberg gewagt, um sein neues Action-Baby Wii dem Spielwarenhandel zu präsentieren. Und die kindliche Freude in den Augen der neugierigen Probanten beim Umgang mit Remote und Nunchuk beweist: Beim Spielen zählt letztlich nur der Spaß - egal ob am Spielbrett, digital oder rein mechanisch.

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