Game & Mod Jam "Auswärtig gespielt" verteilt 15.000 Euro Preisgelder
Der Game & Mod Jam "Auswärtig gespielt" von Stiftung Digitale Spielekultur, HTW Berlin und Auswärtigem Amt hat am Wochenende drei der Jam-Projekte mit je 5.000 Euro Preisgeldern bedacht. Teilgenommen hatten 50 Young Professionals und Studierende aus Games und Politikfeldern.
Auf dem Game & Mod Jam "Auswärtig gespielt" wurden am vergangenen Samstag drei Projekte für ihre Ideen zur spielerischen Vermittlung von außenpolitischen Themen ausgezeichnet. Bei den Preisträgern "Bee Cooperative" und "Mother Earth" handelt es sich je um Brettspiele, die Interessenabwägungen im Kontext von Klima- und Umweltschutz erfahrbar machen wollen. Das digitale Strategiespiel "Divide & Rule" setzt sich hingegen kritisch mit den Konsequenzen des europäischen Kolonialeinflusses auf andere Kontinente auseinander. Die Teams hinter "Bee Cooperative", "Divide & Rule" und "Mother Earth" erhalten je 5.000 Euro Preisgeld.
Am Game & Mod Jam haben vom 9. bis 11. November 50 Studierende und Young Professionals aus dem Games-Bereich sowie aus politischen Fachbereichen teilgenommen. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung von der Stiftung Digitale Spielekultur in Kooperation mit dem De:Hive der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin. Anlass für den Jam ist das Projekt "Auswärtsspiel" (im GamesMarkt-Interview) der Stiftung Digitale Spielekultur, das vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland gefördert wird.
Der Games & Mod Jam "Auswärtig gespielt" wurde am Donnerstagmittag von Peter Ptassek, Beauftragter für Strategische Kommunikation im Auswärtigen Amt, sowie Benjamin Rostalski, Leiter Kultur bei der Stiftung Digitale Spielekultur, eröffnet. Anschließend hielten Laura Kotzur, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Zentrum für Interdisziplinäre Friedens- und Konfliktforschung der Freien Universität Berlin, sowie Journalist, Moderator und Videoproduzent Ilyass Alaoui Impulsvorträge zu Außenpolitik und Games. Für die Entwicklung der Spieleprojekte hatten sich die Teilnehmenden danach in 12 Teams zusammengefunden und ihre Arbeit schließlich am Samstagmittag der Jury präsentiert.
"Der Game & Mod Jam hat eine Schlüsselrolle im 'Auswärtsspiel'-Projekt inne, denn hier wurden zum ersten Mal Anregungen und Erkenntnisse aus der theoretischen Projektarbeit in die Entwicklung konkreter Spielinhalte transferiert", kommentiert Dr. Tabea Widmann, Projektleiterin bei der Stiftung Digitale Spielekultur, die Ergebnisse des Game & Mod Jams. "Besonders erfreulich war es, dass viele Projekte während des Jams versucht haben, sich gerade auf spielmechanischer Ebene der Thematik anzunähern", ergänzt Prof. Thomas Bremer, Co-Gründer des De:Hive-Instituts und Mitglied der Jury.
"In außenpolitisch aufgeheizten Zeiten wie diesen hat eine engagierte Gaming-Community in nur zwei Tagen beeindruckende Beiträge zur Bewusstmachung politischer Wirkmechanismen aufgezeigt. Dadurch sind die Möglichkeiten von Gaming als Plattform für politische Diskurse nochmals sehr klar geworden", erläutert Mirko Kruppa, Referatsleiter für Inlandskommunikation und Bürgerdialog beim Auswärtigen Amt.