Mod Jam zeichnet Ideen zur Vermittlung von Außenpolitik aus
Beim Mod Jam "Auswärtig gespielt" honoriert die Stiftung Digitale Spielekultur besondere Ideen zur Vermittlung von Außenpolitik in Games. Interessierte Teilnehmer können sich bis zum 15. Oktober bewerben.
Vom 9. bis 11. November 2023 findet der Mod Jam "Auswärtig gespielt" in Berlin statt. Dort sollen Gamedevs und Studierende mit der außenpolitischen Fachwelt zusammengebracht werden, um gemeinsam Spiele-Modifikationen zu entwickeln, zum Beispiel, in dem einschlägige Spiele um außenpolitische Handlungsoptionen und Erzählungen erweitert werden. Anlass ist das Projekt "Auswärtsspiel" der Stiftung Digitale Spielekultur, das sich damit beschäftigt, wie digitale Spiele ein tieferes Verständnis für außenpolitische Themen schaffen können. Gefördert wird das Vorhaben vom Auswärtigen Amt. Bewerbungen für die Teilnahme werden hier entgegengenommen.
Für welches Spiel solch eine Mod entwickelt werden soll, ist den Teilnehmenden überlassen. "Einzige Vorgabe ist die Konzeption und Umsetzung einer Mission bzw. Quest innerhalb des jeweiligen Spiels, die sich inhaltlich und spielmechanisch an einem der folgenden vier Themen orientiert: Diplomatische Verhandlungen, Klimaaußenpolitik, Feministische Außenpolitik sowie Aufarbeitung der kolonialistischen Vergangenheit Deutschlands", heißt es. Die entstandenen Mods werden zum Abschluss einer Fachjury präsentiert, die die besten Arbeiten mit Preisgeldern in Höhe von 15.000 Euro prämieren wird.
"Modding ist ein wichtiger Bestandteil der digitalen Spielekultur, weil es eine kreative Schnittstelle zwischen Communities und Entwickler:innen von Games darstellt. Der Prozess fördert nicht nur das Spielerlebnis und die Demokratisierung der Spieleentwicklung, sondern vermittelt auch wertvolle Entwicklungskenntnisse in den Communities", ergänzt Fachjury-Mitglied Ata Sergey Nowak, Geschäftsführer von Torpor Games und Mitglied im Expert:innengremium von Auswärtsspiel. "Der Mod Jam 'Auswärtig gespielt' bietet uns einerseits die Gelegenheit, Ansätze zur Vermittlung von Außenpolitik in der Spielepraxis zu testen, und anderseits zu veranschaulichen, wie sich Games ständig weiterentwickeln."