Australien: Physischer-Spielemarkt wächst stärker als Digitalmarkt
In Australien stiegen die Umsätze im physischen Gamesmarkt laut Branchenverband stärker an als im Digitalbereich. Bei einem genauen Blick hat der Effekt aber weniger mit dem Verkauf von Games zu tun.
Der australische Brancherverband Interactive Games & Entertainment Association (IGEA) hat Marktdaten zu den Ausgaben australischer Verbraucher für Games vorgelegt. Und die überraschen in einem Punkt: So stieg laut IGEA der Umsatz im physischen Spielemarkt um elf Prozent, der Umsatz im Digitalmarkt jedoch nur um neun Prozent.
Was sich in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung des Spielemarkts ungewöhnlich anhört entpuppt sich bei näherem Hinsehen jedoch als leicht erklärbar: Die IGEA rechnet auch den Hardware- und Zubehörabsatz dem physischen Markt zu. Das Umsatzvolumen der Konsolen stieg 2017 um satte 36 Prozent, das der Zubehörartikel, zu denen auch PlayStation VR gehört, um 17 Prozent.
Der physische Umsatz mit Konsolen- und Handheldgames stieg 2017 erfreulicherweise ebenfalls, jedoch nur um drei Prozent. Hinzu kommt, dass der physische Markt selbst wenn man die Hardwaredaten einbezieht nur etwas mehr als halb so groß ist wie der Digitalmarkt.
Insgesamt gaben die Australier 2017 3,23 Mrd. australische Dollar für Games, Hardware und Zubehör aus. Das sind umgerechnet rund 2,05 Mrd. Euro. In Euro umgerechnet ergeben sich für die dargestellten Marktsegmente folgende Umsatzvolumen:
Mobile: 639,4 Mio. Euro Digial Downloads: 564,9 Mio. Euro Subscriptions: 103,8 Mio. Euro Konsolen-/Handheld-Software: 332,2 Mio. Euro Konsolenhardware: 269,1 Mio. Euro Zubehör: 114,6 Mio. Euro Sonstige (inkl. PC-Games): 32,8 Mio. Euro