Im Interview mit GamesMarkt.de äußerte sich Robbie Bach, Chief Xbox Officer von Microsoft, eher skeptisch zur Möglichkeit, Spiele künftig elektronisch zu vertreiben. Bach äußerte sich außerdem zu "Xbox Live" und dem immer wieder aufkommenden Gerücht, dass Microsoft am Kauf von Sega interessiert sei.

"Es gibt Leute in der Industrie, die hinsichtlich des elektronischen Vertriebs sehr zuversichtlich sind. Ich gehöre nicht dazu", sagte Robbie Bach, Chief Xbox Officer von Microsoft, im  mit GamesMarkt.de. Auch wenn es Nischenangebote seiner Meinung nach geben werde, das Hauptgeschäft werde auch künftig über den Handel laufen. Bach äußerte sich außerdem zu Microsofts Plänen und Zielen mit "Xbox Live". Offen ließ Bach, welche Gebühren für den Dienst nach Auslauf des Start-Abonnements fällig werden. Microsoft denke derzeit über verschiedene Geschäftsmodelle nach. Man dürfe jedoch nicht vergessen, dass Microsoft Neuland betreten habe und Erfahrungswerte mit einem 350.000 Nutzer starken Breitband-Online-Gaming-Dienst noch nicht existieren. Das immer wieder aufkommende Gerücht, Microsoft wolle Sega kaufen, wollte Bach nicht kommentieren. Er verwies jedoch auf die bisherige Akquisitionspolitik von Microsofts Spiele-Division. "Mit Ausnahme von Rare waren alle von uns übernommenen Unternehmen Entwickler und keine Publisher", so Bach. Die Übernahme von Publishern sei auch für Microsoft nicht einfach. "Wir müssten viele Assets übernehmen, die wir im Grunde gar nicht benötigen", sagt Bach. Microsofts Ambitionen würden sich also eher auf bestimmte Umstände in Zusammenhang mit kleineren Firmen richten.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.