BAFTA ehrt erstmals Spieledesignerin
Brenda Romero erhält am 6. April einen Special Award bei den British Academy Games Awards. Es ist das erste Mal, dass bei den Spielepreisen der BAFTA eine Frau eine Sonderauszeichnung erhält.
Seit 2003 verleiht die British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) ihre renomierten Awards auch im Bereich Games. Und mit Ausnahme von 2005 wurde seither in jedem Jahr eine Persönlichkeit der Branche mit einem Special Award oder einer "Academy Fellowship" honoriert. Die Gewinner- bzw. Empfängerliste liest sich wie ein Who-is-who der weltweiten Entwicklerstars: Briten wie Sam Houser oder Chris Deering stehen ebenso auf der Liste wie internationale Größen wie Shigeru Miyamoto, Will Wright, Markus Persson oder Gabe Newell. Allerdings stehen auf der Liste bislang ausnahmslos Männer. Doch das wird sich jetzt ändern.
Wie die BAFTA im Vorfeld der Preisverleihung am 6. April bekannt gab, geht der diesjährige Sonderpreis an Brenda Romero. Romero, geborene Brathwaite, begann ihre Karriere im Spielebusiness 1981 und arbeitete im Lauf der Jahre an Serien wie "Jagged Alliance", "Realms of Arkania" und "Dungeons & Dragons", zum Teil als Lead Designerin. Ab der Jahrtausendwende arbeitete sie zudem an zahlreichen Projekten abseits der klassischen Gamesbranche. Ihre Recherchen zu dem von ihr entwickelten Spiel "Playboy: The Mansion" publizierte sie im viel beachteten Buch "Sex in Video Games". Seit 2008 arbeitet sie unter anderem an einer Serie nicht-digitaler Spiele mit dem Namen "Mechanic is the Message"
Brenda Romero engagiert sich ferner als Dozentin und bei der Ausarbeitung von Games-spezifischen Lehrplänen für verschiedene Universitäten und war für eine Drei-Jahres-Periode Mitglied im Board der IDGA. Gemeinsam mit ihrem Ehemann John Romero, selbst ein bekannter Spieleentwickler, gründete sie den Social-Game-Entwickler Loot Drop.