Bernhard Ewers im Gespräch: "Erfolgreich auf allen Ebenen"
Im Gespräch mit GamesMarkt.de lässt Bernhard Ewers, Managing Director von TriNodE Entertainment, die Geschichte des USF Revue passieren und wagt einen Blick in die Zukunft der deutschen Entwicklerszene.
GamesMarkt.de: Herr Ewers, wie hat sich die deutsche Entwicklerszene seit dem ersten USF 1998 verändert?
Bernhard Ewers: Die Studios sind gewachsen, die Produkte sind international noch mehr anerkannt worden, der Entwicklungsprozess ist komplexer und professioneller geworden. Zusätzlich sind sehr viele kleine Studios neu dazugekommen.
GM: Mittlerweile gibt es auf breiter Basis gute Titel aus Deutschland. Wohin wird Ihrer Meinung nach die "Entwicklung der Entwickler" gehen? Werden wir künftig eine Situation haben, in der es sehr viele Entwickler auf hohem Niveau gibt oder wird sich die Szene konsolidieren und einige Wenige den deutschen Entwicklermarkt anführen?
Ewers: Ich glaube, dass die großen Studios im Moment sehr darauf achten müssen, welche Genre und Titel sie herausbringen werden, besonders hinsichtlich der stark gestiegenen Entwicklungskosten. Es wird noch das eine oder andere Studio in Schwierigkeiten kommen, sollte der Trend anhalten und wichtige Titel nicht zufriedenstellend laufen. Andererseits melden sich sogar bei uns kleine Teams und fragen nach Publishing Deals. Langfristig gesehen wird es meiner Ansicht nach zu einer Polarisierung durch Aufkäufe und auch zu Schließungen der Grossen kommen, während gerade dies in Zukunft Newcomern bezüglich neuer Plattformen und Ideen zu neuem Schub verhelfen wird. Die Aufkäufe in USA und UK vor einigen Jahren zeigen eine parallele Entwicklung auch hier auf.
GM: Wie lautet Ihr persönliches Resümee vom USF 2001?
Ewers: Sehr erfolgreich auf allen Ebenen. Ich freue mich über die Offenheit und die vielen positiven Meldungen die die Entwickler gezeigt haben.
GM: Vielen Dank für das Gespräch.