Bilbao lockt Raymond, Ueda und jede Menge junge Spieler
Mit klangvollen Namen, glanzvoller Gala und 40.000 Besuchern erarbeitet sich das Fun&Serious Game Festival zunehmende Relevanz im europäischen Spielemesse-Geschehen.
Seit acht Jahren zelebriert die Baskenmetropole Bilbao bereits das Fun&Serious Game Festival, das sich aus einer bescheidenen Jahresend-Award-Show langsam zu einer umfassenden Spielemesse auswächst. Nach rund 25.000 Besuchern im vergangenen Jahr ist man aus Platznöten aus der Innenstadt ins moderne Bilbao Exhibition Center gezogen, wo sich vor allem junge Besucher vom 7. bis 9.Dezember auf 15.000 Quadratmetern vergnügten - mit "Fortnite", "League of Legends" oder "Starlink" und jeder Menge Indie-Titel.
Wirklich neue Produkte gab's nicht zu sehen und auch Ankündigungen wurden nicht gemacht - dafür ist der Termin zu spät im Jahr und die Veranstaltung (noch) nicht international genug. Dennoch schafften es die Verantwortlichen auch in diesem Jahr, ihrem Event Glanz und Relevanz zu verleihen. Spiele-Studenten, Business-Besucher und Presse freuten sich über Game-Design-Vorträge und Post Mortems und vor allem die Auftritte einer Handvoll Spiele-Stars. Neben Ex-Ubisoft und -Electronic-Arts-Führungskraft Jade Raymond waren das in diesem Jahr der Playstation-Kultentwickler Fumito Ueda ("The Last Guardian"), "Tomb Raider"-Autorin Rhianna Pratchett und die seit 1981 im Games-Business umtriebige Brenda Romero.
Höhepunkt war wie jedes Jahr eine Award-Gala, die traditionell im Guggenheim-Museum der Stadt zelebriert wurde. Neben den anwesenden Spielestars, denen Preise für Pioniertaten und Lebenswerke überreicht wurden, nahmen die spanischen Vertreter von Ubisoft, Rockstar, Sony und Co. die sogenannten Titanium Awards entgegen. Abräumer des Abends war "Red Dead Redemption 2" mit Auszeichnungen als bestes Spiel, bestes Spieldesign und bester Soundtrack.