Aufgrund der alarmierenden Zahlen einer aktuellen EU-Studie fordert der Bitkom eine bessere Ausstattung deutscher Schulen mit IT-Arbeitsmitteln.

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) fordert eine bessere Ausstattung deutscher Schulen mit Computern und Internetanschlüssen. Jedem Schüler ab der fünften Klasse müsse ein Notebook für Unterrichtszwecke zur Verfügung stehen. Um die Anschaffung zu erleichtern, sollen die Geräte steuerlich geltend gemacht werden können, wie es bei Lehrercomputern bereits Praxis ist. Der Verband begründet diese Forderung mit den erschreckenden Zahlen einer aktuellen Studie der EU-Kommission.

Der Studie zufolge teilen sich im Schnitt elf deutsche Schüler einen Computer. Im EU-Vergleich belegt Deutschland mit diesem Ergebnis nur einen schwachen 18. Platz. Auch bei der Ausstattung mit Breitbandanschlüssen ist es nicht besser um die deutschen Lehranstalten bestellt. Nur 63 Prozent der Schulen verfügen über eine schnelle Verbindung ins Netz. Das bedeutet Platz 20 in der EU.

Entsprechend gering fällt auch die Nutzung von Computern als Lehrinstrument aus. Nur sechs Prozent der Lehrer - deutlich weniger als in den meisten anderen EU-Staaten - nutzen PCs in mehr als der Hälfte ihrer Stunden. Aus einem einfachen Grund: Fast jedem zweiten Lehrer ist der Nutzen vom PC im Unterricht unklar. Das ist die höchste Quote in der EU.

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