BIU legt Marktdatensammlung als Jahresreport vor
Kurz vor der Wahl hat der BIU seine Marktdaten in gesammelter Form als Jahresreport vorgelegt. Darin finden sich nicht nur neue Zahlen, sondern auch konkrete Forderungen des Verbands an die Politk.
Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) hat seinen Jahresreport für 2016 vorgelegt. Es handelt sich um eine kommentierte Zusammenfassung aller Marktdaten, die der Verband über die GfK erheben lässt. Zusätzlich werden Daten aus anderen relevanten Quellen wie PricewaterhouseCoopers zitiert. Zum Teil finden sich in dem Report auch bislang unveröffentlichte Daten.
So weist der Verband darauf hin, dass der Umsatzanteil deutscher Spiele-Entwicklungen an den Ausgaben deutscher Verbraucher für Games weiter zurückgeht. Bei den Mobile Games verloren Games made in Germany binnen eines Jahres fast drei Prozentpunkte und liegen bei nur noch 4,2 Prozent. Damit tendiert das wichtige Marktsegment Richtung Konsolenmarkt. Bei den Konsolen hatte die deutsche Entwicklerbranche einst den Boom verpasst, der mit der allerersten PlayStation Mitte der 90er Jahre einsetzte. Den verlorenen Boden konnten die Entwickler bis heute nicht gut machen. Der Umsatzanteil deutscher Produktionen bei den Ausgaben deutscher Verbraucher für PC- und Konsolengames betrug 2016 mickrige 0,5 Prozent, wobei deutsche Entwickler im PC-Spielemarkt überdurchschnittlich gut vertreten sind.
Auch deshalb hat der Verband so kurz vor der Wahl seine zehn zentralen Forderungen an die Politik in den Jahresreport aufgenommen. Die hatte der Verband im aufgestellt, quasi als Auftakt zum Wahljahr. Angesichts des Bekenntnisses zahlreicher Parteien zur Notwendigkeit einer Gamesförderung auf Bundesebene stehen die Chancen gut, dass nach der Wahl zumindest einige der Wünsche zumindest teilweise erfüllt werden.
Der vollständige Report steht auf den Seiten des BIU kostenlos zum Download bereit.