Böhr: Spieleverbot nutzlos
Christoph Böhr, Landesvorsitzender der CDU Rheinland-Pfalz, fordert statt eines Verbots von Spielen eine Grundsatzdiskussion über die Werte in der Gesellschaft.
Christoph Böhr, Vorsitzender der Wertekommission der CDU Deutschlands und Landesvorsitzender der CDU Rheinland-Pfalz, hat sich indirekt gegen ein Verbot von Video- und Computerspielen ausgesprochen. Dem Bundeskanzler wirft Böhr vor, "ein Thema mit Worthülsen zu besetzen". Als Beispiel nannte er eben die Forderung nach einem Verbot von Games. "Was nutzt ein Verbot, wenn unserer Kinder über das Internet Spiele von Anbietern in Japan, Singapur oder aus den USA herunterladen. Das weiß auch Herr Schröder. Genauso weiß er auch, dass er keine Handhabe hat, ein derartiges Verbot wirksam durchzusetzen", sagt Böhr. Stattdessen forderte der CDU-Politiker eine Grundsatzdiskussion über Erziehung und generell die Werte in der Gesellschaft. Böhrs Äußerungen dürften indes auch bei Parteigenossen nicht unbedingt positiv aufgenommen werden: Sowohl Bayerns Innenminister Günther Beckstein als auch Kanzlerkandidat Edmund Stoiber hatten selbst von Verboten von Computer- und Videospielen gefordert.