Mit Brightstar Entertainment will Philip Gass, General Manager, einen neuen Ansatz in der Produktphilosophie finden. Einen Schwerpunkt legt er auf das Verpackungsmanagement. Bereits der Ersttitel "Grand Prix Evolution" verdeutlicht diese Ambitionen.

Das neu gegründete vier Mann starke Unternehmen Brightstar Entertainment ist vorläufig noch unter dem Dach von Take 2 Interactive zu finden; der erfahrene Publisher leistet sozusagen Aufbauhilfe für Brightstar. Den Hauptgrund für die Gründung eines eigenen Unternehmens sieht Gass in einem Unterschied zu anderen Firmen in der Spielebranche: Mit Brightstar will er vor allem in der Produktphilosophie von einen anderen Ansatz ausgehen. In den vergangenen ein bis zwei Jahren habe sich der gesamte Markt verändert, so Gass.

Die Hardwarebasis steigt, immer mehr Haushalte besitzen einen leistungsfähigen Rechner und haben damit die technischen Möglichkeiten erreicht und vor allem an Spielen Interesse gewonnen. Gleichzeitig gehe aber die Entwicklung des Hauptmarktes in Richtung eines "Hardcore-Gamer-Markts". Die Spieler jenseits der "ComputerBild-Spiele" kennen bereits die ganze Geschichte und insbesondere die Entwicklung der Branche. So wird der Vergleich mit anderen Spielen zur Normalität. Für den Gamer ziehen sich die Wiederkennungsparameter wie ein roter Faden durch alle Spiele derselben Kategorie. Hier will Gass ansetzen und mit seinem Unternehmen einen neues Forum für Gelegenheitskäufer und Neueinsteiger bilden. Ein Hardcore-Gamer habe die Entscheidung für ein Spiel schon getroffen, noch ehe er das Geschäft betrete. Produktmanagement heißt für Gass also, begreifen, um was es geht. Dafür müsse der gesamte Mix aus Verpackung, Spieldesign, Presse- und Marketingarbeit neu überdacht werden. Bei Brightstar will man einen Schwerpunkt im Verpackungsmanagement als wichtigstem Marketingtool setzen. Die Verpackung sei in der Vergangenheit zum Teil stark vernachlässigt worden; hier müssten Verbesserung erreicht werden.

Brightstar hat zu diesem Zweck zwei Marketingagenturen engagiert, die zunächst in Deutschland und England die Diskrepanz zwischen den beiden Märkte ausgleichen sollen. Die optimalen Strategien, vor allem auch in der Verpackungswahl, sollen auf die jeweiligen Märkte zugeschneidert werden. Der General Manager von Brightstar sieht den Gelegenheitskäufer oder Neueinsteiger als Person, die aus einem Spiel sofort die optimale Unterhaltung ziehen will. Ganz im Unterschied zum Hardcoregamer, der mit dem Spiel zugleich auch eine neue Herausforderung im Einkaufskorb haben will. So viele Features wie möglich bildeten da den Ansporn, die richtige Herausforderung. Um den Casual Buyer an die Produktpalette von Brightstar zu binden, sollen die Spiele nicht nur grafisch gut ausgestattet sein, sondern auch über ein möglichst einfaches Gameplay verfügen. Natürlich sei auch die Preispolitik ein wichtiges Kriterium.

Anliegen sei es, hauptsächlich Produkte in der Preiskategorie um 49,95 DM zu veröffentlichen. Die Quintessenz sei für Brightstar, wie man am besten ein Forum für den Casual Buyer bilden könnte, ohne die bestehenden Spielergemeinden zu verschrecken. Mit dem ersten Titel, "Grand Prix Evolution", soll ein Schritt in diese Richtung getan werden. Weitere Titel sollen noch im Februar "Midnight Racing" und "Slam Tilt Resurrection" sein.

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