BSA: 20 Prozent in Deutschland eingesetzter Software ohne Lizenz
Die Business Software Alliance hat ihre neue Gobal Software Survey vorgestellt. Die bescheinigt Deutschland weiterhin einen rückläufige Quote beim Einsatz unlizenzierter Software, darunter auch Spiele. Starke Fortschritte gibt es auch in China. Dennoch bleibt die Lage desaströs.
Die Business Software Alliance (BSA) hat ihren neuen Jahresreport zum Status quo der Softwarepiraterie vorgelegt. Und der zeichnet ein im Grundsatz positives Bild. So geht der Einsatz von unlizenzierter Software weiter zurück. In Deutschland liegt die von der BSA ermittelte Quote unlizenzierter Software bei 20 Prozent. 2011 lag sie noch bei 26 Prozent. Besser schneiden in Westeuropa lediglich Luxemburg sowie Österreich und Schweden mit 17 bzw. jeweils 19 Prozent ab. Innerhalb der europäischen Union liegt die Quote bei 28 Prozent. Globaler Spitzenreiter bleiben die USA mit einer Quote von 15 Prozent vor Japan und Neuseeland mit je 16 Prozent.
Große Fortschritte gibt es aber auch bei den klassischen Problemländern wie China. Dort sank die Quote unlizenzierter Software laut BSA von 77 Prozent im Jahr 2011 auf jetzt 66 Prozent. China bleibt auch aufgrund der Marktgröße mit einem berechneten Schaden durch unlizenzierte Software von 6,8 Mrd. Dollar weiter führend was den Umsatzausfall durch Piraterie betrifft. Global betrachtet ging die Quote unlizenzierter Software von 42 Prozent in 2011 auf 37 Prozent zurück. Den daraus resultierenden Umsatzausfall beziffert die BSA auf 63 Mrd. US-Dollar in 2011 und 46,3 Mrd. US-Dollar aktuell.
In der aktuellen Studie verweist die BSA auch auf die Sicherheitsrisiken durch unlizenzierte Software, da entsprechende Systeme durch fehlende und zu späte Sicherheitsupdates anfälliger für Angriffe und Malware seien.
Im Gegensatz zur medienübergreifend auf Unterhaltungsprodukte wie Filme und Games fokussierten GVU ist die BSA auf den Bereich Software fokussiert. Der Schwerpunkt liegt zudem auf Anwendungen und Betriebssystemen, allerdings erfasst die Studie laut BSA auch Spiele. Im Zusammenhang mit der Spielebranche trat die BSA meist jedoch bei Verdachtsfällen in Erscheinung, bei denen Spieleentwickler Tools zur Programmierung und Gestaltung unlizenziert eingesetzt haben sollen.