BSA gibt sich kämpferisch
Im ersten Halbjahr 2006 konnte die Business Software Alliance (BSA) 3600 Hinweise auf unlizenzierte Software entgegennehmen. Damit ist ein neuer Höchststand erreicht.
Die Business Software Alliance (BSA) konnte im ersten Halbjahr dieses Jahres deutschlandweit 3600 Hinweise auf den Einsatz von unlizenzierter Software entgegennehmen. Das entspricht einem neuen Höchststand für die Bundesrepublik. "Obwohl die Raubkopierrate in Deutschland 2005 weiter gesunken ist, existiert noch immer ein harter Kern von Unternehmen, die entweder aus sträflicher Nachlässigkeit oder gar vorsätzlich unlizenzierte Software einsetzen", erklärte Georg Herrnleben Chef der BSA in Zentral- und Osteuropa. So konnte einem Seminarveranstalter im Raum Stuttgart nachgewiesen werden, unlizenzierte Software verwendet zu haben. Das Unternehmen musste 33.000 Euro Schadensersatz und 11.000 Euro an Nachlizenzierungsgebühren aufbringen. Außerdem wurde ein Strafbefehl gegen den Geschäftsführer erlassen.
Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 500.000 Euro an Schadensersatz- und Nachlizensierungsforderungen von deutschen Unternehmen gezahlt. Im Jahr 2005 verzeichnete das BKA 2600 Fälle von Softwarepiraterie bei einer Aufklärungsquote von 98,7 Prozent. Dazu kamen 637 Fälle in denen gewerbsmäßig mit Raubkopien gehandelt wurde. Zu 84,8 Prozent handelt es sich bei den Tätern um männliche Erwachsene. Diese sind zu 85,4 Prozent 21 Jahre oder älter. In Zukunft will die BSA noch enger mit staatlichen Stellen zusammenarbeiten.