Bündeln Karstadt und EP: Kräfte?
Nach der Übernahme von acht Schaulandt-Filialen durch MediMax bahnt sich eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Karstadt und ElectronicPartner an. Während bis vor kurzem die Schließung der restlichen Schaulandt-Filialen beschlossene Sache schien, besteht laut Informationen von GamesMarkt.de doch noch eine Überlebenschance.
Die Düsseldorfer Verbundgruppe Electronic Partner (EP:) und der Warenhausbereich des Karstadt-Konzerns prüfen derzeit eine intensivere Zusammenarbeit, berichtete die "Lebensmittelzeitung". Demnach sei eine Bündelung des Einkaufs beider Unternehmen im Bereich Braune und Weiße Ware im Gespräch. Darüber hinaus gebe es Gerüchte über eine Nutzung von Warenhausflächen der Karstadtfilialen durch den EP:-Fachmarkt MediMax. Dies treffe allerdings nicht für die 100 großen Karstadt-Filialen, sondern nur für die 80 kleineren Outlets zu. Neue mögliche Konzepte für kleinere Warenhäuser von Karstadt würden auch die Vermietung von Teilflächen an Dritte einschließen.
Kostenreduzierung durch Einkaufsynergien
Auf Nachfrage von GamesMarkt.de wollte ElectronicPartner diese Möglichkeit nicht kommentieren. Beide Unternehmen hatten sich Ende März auf die Übernahme von acht Schaulandt -Filialen durch MediMax geeinigt. Während die "Lebensmittelzeitung" von einer Schließung der verbleibenden acht Schaulandt-Filialen ausgeht, erfuhr GM aus gut unterrichteten Kreisen, dass hier doch noch etwas passieren könnte. Demnach liegt eine Weiterführung der Schaulandt-Filialen unter einem neuen Namen durchaus im Bereich des Möglichen. Nach einem bereits durchgeführten Testlauf könnten einige Filialen unter dem Namen "TAD - Technik Aktiv Discount" weiterlaufen. Auch der Name "My Tech" fiel bereits in Branchenkreisen.
Im 1. Quartal 2003 hatte Karstadt im stationären Einzelhandel ein Umsatzminus von 7,1 Prozent ausgewiesen. Im Gesamtgeschäft konnte der Verlust im Vergleich zum Vorjahresquartal zwar halbiert werden, am Ende schlug aber noch immer ein negatives EBTA von 35,3 Mio. Euro zu Buche. Laut Informationen der "Lebensmittelzeitung" sei Karstadt bei der Suche nach Kostenreduzierungen durch Synergien sogar bei Media-Saturn-Holding vorstellig geworden, habe sich hier jedoch eine Abfuhr geholt.