Es ist ein Meilenstein für die deutsche Gamesbranche: Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat in seiner sogenannten Bereinigungssitzung 50 Millionen Euro für eine Spieleförderung im Bundeshaushalt 2019 eingeplant.

Eines der wichtigsten Projekte der deutschen Spielebranche ist auf der Zielgeraden: Im Bundeshaushalt 2019 wurden 50 Millionen Euro für eine Computerspielförderung in Deutschland fest eingeplant. Das meldet der Branchenverband game - Verband der deutschen Games-Branche, der damit eines seiner wichtigsten Projekte kurz vor dem Ziel sieht. Die Förderung erfolgt in Form eines Games-Fonds. Zuständig für die Umsetzung ist das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Bis deutsche Entwickler tatsächlich die ersten Förderungen überwiesen bekommen dürfte es jedoch noch dauern. So mussten die Fördersysteme in Frankreich und Großbritannien erst durch die EU gebilligt werden. Dies dauerte in beiden Fällen mehrere Monate. Auch die aufgestockte bayerische Förderung musste erst durch die Mühlen in Brüssel, ehe die Entwickler von den erweiterten Regellungen profitieren konnten. Fest steht jedoch, dass die Bundesregierung an dem Versprechen ihres Koalitionsvertrags festhält und die Förderung auf den Weg bringt. Über die genaue Ausgestaltung ist noch nichts bekannt.

"Gaming und Politik haben in der Vergangenheit leider ein wenig gefremdelt. Inzwischen ist aber doch wohl jedem klar, dass diese Branche einen Motor für die Kreativindustrie - wirtschaftlich wie künstlerisch - darstellt. Ich habe gern dafür gesorgt, dass der 'Deutsche Games-Fonds' seinen Weg in den Bundeshaushalt 2019 findet und den Entwicklerstandort Deutschland stärkt", sagt Rüdiger Kruse MdB, zuständiger Berichterstatter im Haushaltsausschuss der CDU-/CSU-Bundestagsfraktion, in der Pressemitteilung des game.

"Die Berücksichtigung der Games-Förderung im Bundeshaushalt 2019 ist ein historischer Schritt für den Games-Standort Deutschland. Erstmals überhaupt wird die Entwicklung von Spielen auf Bundesebene in Deutschland gefördert. Jetzt fehlen nur noch wenige Schritte bis zur Ziellinie", sagt game-Geschäftsführer Felix Falk. "Aktuell sind die Rahmenbedingungen für die Spiele-Entwicklung in Deutschland international kaum konkurrenzfähig. Jetzt muss es darum gehen, das konkrete Förderprogramm schnellstmöglich zu entwickeln und von der EU notifizieren zu lassen. Nur wenn der Games-Fonds kommt, haben wir die Chance, zu den internationalen Hotspots der Spiele-Entwicklung aufzuschließen."

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.
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