Knapp drei Monate, bevor in Leipzig die CeBIT Home 2000 startet, springen immer mehr Spielepublisher ab. Vor allem Standort und Konzept werden als Gründe für diese Entscheidung genannt.

Konami machte es Mitte April als Erster offiziell, Eidos folgte zwei Wochen später. Beide Publisher verkündeten, in diesem Jahr nicht auf der CeBIT Home ausstellen zu wollen. Auch Firmen wie Electronic Arts, Nintendo, Infogrames und Havas Interactive werden in Leipzig nicht dabeisein. Konami und Eidos begründeten ihre Entscheidung damit, dass der Aufwand nicht in Relation zum zu erwartenden Nutzen bzw. Erfolg stehe. Für Detlef Bussmann, Bereichsleiter Marketing & Vertrieb bei Infogrames, macht eine Beteiligung an einer Consumermesse nur dann Sinn, wenn auch ein entsprechendes PR-Umfeld in der General-Interest-Presse existiere. Dieses Umfeld war in Berlin und Hannover gegeben.

"Für die CeBIT Home in Leipzig sehen wir dies leider nicht", so Bussmann. Ein Engagement bei künftigen Veranstaltungen wird aber von keinem Publisher ausgeschlossen. Laut den Veranstaltern von der Deutschen Messe AG spielt der Gamesbereich nach wie vor eine wichtige Rolle im Konzept. Allerdings habe das Thema Internet stark an Bedeutung gewonnen. Da Sega, die Koch-Gruppe und Take 2 Interactive ihr Kommen definitiv zugesagt haben, wird es auch auf alle Fälle Spiele zu sehen geben. Sega hofft, durch die Absagen einige Third-Partys mehr als Unteraussteller an den eigenen Stand zu bekommen. Das eigentliche Augenmerk dürfte aber auf Sony Computer Entertainment Deutschland (SCED) liegen, die auf der CeBIT Home quasi den Kick-off für PlayStation2 inszenieren könnten. SCED verhandelt derzeit noch über eine Teilnahme an der CeBIT Home.

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