Während Microsoft mit dem Start von "Xbox Live" auf der CeBIT ganz auf das Thema Onlinegaming setzte, präsentierte Sony Computer Entertainment Deutschland (SCED) mit EyeToy und CyberRider zwei Geräte, die in Richtung Casual-Gamer zielen.

Obwohl sich auf der CeBIT der erwartete Besucherrückgang abzeichnete, gab es für die meisten Aussteller keinen Grund zur Klage. Auch Microsoft und SCED zogen noch während der Messe ein positives Resümee. Große Aufmerksamkeit erregte Microsoft, wie im Vorfeld bereits vermutet, mit dem Start von "Xbox Live". So veranstaltete das Unternehmen am Vorabend des Europa-Starts ein Onlineturnier, bei dem verschiedene Fußballspieler aus der Bundesliga gegeneinander antraten. SCED hingegen hat sich nach Angaben von Geschäftsführer Manfred Gerdes bewusst gegen eine Präsentation von Network-Gaming entschieden. Zum einen, weil das Thema bereits im vergangenen Jahr gezeigt worden sei. Zum anderen, da mit der Kamera EyeToy und dem Hometrainer CyberRider zwei Neuheiten im Fokus standen, die vor allem Richtung Casual-Gamer und Massenmarkt zielen.

CyberRider ist ein Kooperationsprojekt mit Reebok, die außer der Produktion auch die Vermarktung übernehmen und das Gerät in Fitnessstudios platzieren werden. Im Gespräch mit GamesMarkt.de appellierte Gerdes auch an die Third Partys, mehr in den deutschen Markt zu investieren, um das Thema Videospiele voranzubringen. Obwohl Deutschland der größte Markt Europas sei, liege es im Videospielbereich an dritter Stelle und laufe Gefahr, von Spanien überholt zu werden. SCED selbst habe die notwendigen Voraussetzungen geschaffen und das Marketingbudget für das nächste Geschäftsjahr, das am 1. April beginnt, um 35 Prozent auf Rekordniveau angehoben.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.