Um das chinesische Alternativformat zur DVD, die Enhanced Video Disc (EVD), in den Massenmarkt zu drücken, haben die zuständigen staatlichen Behörden gegenüber den einheimischen Hardwareherstellern die Spezifikationen offen gelegt.

Um das chinesische Alternativformat zur DVD, die Enhanced Video Disc (EVD), in den Massenmarkt zu drücken, haben die zuständigen staatlichen Behörden den einheimischen Hardwareherstellern die Spezifikationen offen gelegt. Das chinesische Informationsministerium und die Standardisation Admistration of China (SAC), die das neue Format aus lizenzrechtlichen Gründen entwickelt haben, hoffen damit, die Massentauglichkeit der EVD voranzubringen. Dies wollte vor allem wegen vergleichsweise hoher Preise für Hard- und Software noch nicht recht gelingen.

Die EVD ist HDTV-kompatibel und nutzt den VP6-Codec des US-Unternehmens On2, der Unternehmensangaben zufolge den etablierteren Konkurrenten wie Windows Media 9, Real 9, H.264 oder QuickTime überlegen sei. Der Toncodec der EVD wurde von der chinesischen Firma E-World entwickelt. Über Kopierschutz oder Digital Rights Management schweigen sich die EVD-Entwickler bislang jedoch aus. Nach den Vorstellungen des Informationsministeriums sollen die Hersteller sich verstärkt der EVD zuwenden, um von ausländischen Technologien unabhängig zu sein. Damit sind in erster Linie finanzielle Aspekte gemeint, denn durch die Masseneinführung eines eigenen Formats könnte man sich die Lizenzgebühren für die DVD-Technologie sparen.

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