Codemasters dementiert Verhandlungen
Die Gerüchte um eine demnächst stattfindende Konsolidierung auf Publisherseite nehmen immer mehr zu. Speziell britische Publisher scheinen derzeit beliebte Kandidaten zu sein. Codemasters reagierte inzwischen und dementierte Verhandlungen mit Ubisoft. Und auch an der kurzzeitigen Verwirrung um Microsoft und Nintendo ist augenscheinlich nichts dran.
Die Gerüchte über kurz vor Abschluss stehende Übernahmeverhandlungen werden immer lauter. Vor allem bei Eidos scheint derzeit hinter den Kulissen wild verhandelt zu werden. Der britische Publisher selbst hatte verlautbart, mit möglichen "Partnern" über eine eventuelle Beteiligung zu verhandeln. Genaue Angaben wurden nicht gemacht. Allerdings kamen schnell die Namen Electronic Arts, THQ und allen voran Ubisoft ins Spiel. Ubisoft könnte bei einem Zusammenschluss zum mit Abstand größten europäischen Spielepublisher werden. Doch Eidos ist nicht das einzige Unternehmen, an dem sich Ubisoft laut Branchengossip beteiligen will. Die britische Fachpresse wusste von Verhandlungen mit Codemasters zu berichten und sah nach der Übernahme von Criterion durch Electronic Arts schon den Ausverkauf der britischen Gamesbranche voraus.
Dass an der Paarung Ubisoft und Codemasters etwas dran ist, gilt inzwischen als eher unwahrscheinlich. Sehr prompt folgte das Dementi des britischen Independents. Ein Unternehmenssprecher erklärte gegenüber "Gamesindustry.biz": "Als erfolgreicher und in Privatbesitz befindlicher Publisher gibt es natürlich immer wieder Anfragen anderer Unternehmen. Codemasters steht aber nicht zum Verkauf." Doch nicht nur die mögliche Codemasters-Ubisoft-Hochzeit erwies sich dieser Tage als Fehlmeldung. So hatte auch eine Meldung der "Wirtschaftswoche" weltweit hohe Wellen geschlagen. Angeblich hatte Bill Gates gesagt, dass er einen Anruf von Nintendo-Hauptaktionär Hiroshi Yamauchi jederzeit entgegennehmen und ein Übernahmeangebot machen würde. Kurze Zeit darauf erklärten jedoch beide Unternehmen unabhängig voneinander, dass es keine Pläne für eine etwaige Übernahme gebe. Aus der Microsoft-Zentrale aus Redmond hieß es, dass Gates falsch verstanden worden sei. In Japan erklärte ein Nintendo-Sprecher gegenüber dortigen Medien sehr deutlich: "Nintendo steht nicht zum Verkauf, und es gab weder Anfragen noch Gespräche."