Codemasters startet Eigenvertrieb
Codemasters hat die vertriebliche Neuausrichtung in Deutschland beendet. Seit dem 1. April verantwortet die Münchner Niederlassung nun die Distribution der Produkte in alle Channels in Eigenregie.
Codemasters hat Anfang April den dritten und letzten Schritt in Richtung Eigenvertrieb vollzogen und die Verantwortung für den Vertrieb seiner Produkte für alle Channels übernommen. Im Mai '99 hatte Markus Wiedemann, General Manager von Codemasters Deutschland, den Start des Eigenvertriebs für das Frühjahr 2000 angekündigt. Ein Mehrstufenplan sollte den Übergang möglichst reibungslos halten: Zunächst wurden die Key Accounts direkt bedient, alle übrigen vom bisherigen Partner Kingsoft betreut. Mit Start des Titels "Micro Maniacs" werden nun alle Handelskanäle direkt bedient. Dazu wurde ein Team von acht Mitarbeitern - zwei Regionalvertriebsleiter und sechs Gebietsverkaufsleiter - aufgebaut.
"Natürlich war es nicht einfach, die richtigen Leute zu finden", so Wiedemann. Eine etwas unverhoffte glückliche Fügung sei dabei die Übernahme von GT Interactive durch Infogrames gewesen. Fast das komplette Team wechselte zu Codemasters. Den Independenthandel will Wiedemann über Großhändler betreuen. Der Sinn eines für Eigenvertriebs liegt für Wiedemann auf der Hand. Einerseits soll die Bindung zum Handel verbessert werden. Andererseits orientiert man sich an den positiven Erfahrungen, die Codemasters mit dem Eigenvertrieb in Frankreich sammelte. Die dortige Niederlassung hat mit Microids inzwischen sogar auch ein Fremdlabel im Vertrieb. Ein weiterer Grund für Wiedemann sind wirtschaftliche Aspekte. Durch den Direktvertrieb bleibe die Marge bei Codemasters selbst. "Ich kann nicht mit unserem Produktportfolio das Profil eines Mitbewerbers verbessern und diesen auch noch profitabler machen", so Wiedemann.