Computerspielpreis: Preisgeld steigt nun doch um 80.000 Euro
Obwohl der Bundestag die Preisgelder des DCP eingefroren und von der Branche einen höheren Beitrag verlangt hatte steigen die Preisgelder für 2017 nun doch. Zu verdanken sei dies dem Willen aller beteiligten Akteute.
550.000 Euro! So viel Geld wie nie zuvor erhalten die diesjährigen Gewinner des Deutschen Computerspielpreises (DCP). Dies gaben die Organisatoren jetzt bekannt. Es ist das dritte Mal in Folge - 2015 wurden 385.000 Euro, 2016 470.000 Euro ausgeschüttet -, dass das Preisgeld steigt. Und es ist vor allem eine große Überraschung. Denn der Bundestag hatte im Herbst 2016 , die Preisgelder für den DCP auf dem Niveau von 2016 einzufrieren. Gleichzeitig wollte man zur paritätischen Finanzierung zurückkehren. In der Branche sorgte dies zunächst für zum Teil heftige Kritik.
Die Verantwortlichen jedoch scheinen hinter den Kulissen pragmatisch an einer Lösung gearbeitet zu haben. Im Dialog ist es offenbar gelungen, einen Anstieg der Preisgelder auch unter den Auflagen des Bundestags zu erreichen. So erhalten die Gewinner des Deutschen Computerspielpreises neben den Preisgeldern, die je nach Kategorie zwischen 5.000 und 15.000 Euro aufgestockt wurden, auch Unterstützungsleistungen im Wert von 90.000 Euro. 60.000 Euro davon stellt Computec in Form von Medialeistungen bereit, weitere 30.000 fließen in Form von Mentoring-Leistungen an die Preisträger der Kategorie "Bestes Nachwuchskonzept".
"So viele Akteure wie noch nie haben sich in die Debatten eingebracht - und im Ergebnis steht erneut das deutliche Bekenntnis: Wirtschaft und Politik haben gemeinsam ein Förderinstrument geschaffen, das sie weiter stärken werden. Mit Preisgeld und Know-how rüstet der Computerspielpreis deutsche Spiele für den internationalen Vergleich", sagt Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur und Jury-Vorsitzende des DCP.
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